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Pflichtbewusste Staatsbürgerlichkeit bedarf keiner Uniform

Zur Diskussion über die Wiedereinführung der Wehrpflicht erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter:

„Seit die Wehrpflicht vor sieben Jahre ausgesetzt wurde, gibt es in der Union regelmäßig Wortmeldungen, die diesen Zustand rückgängig machen wollen. So wurde vor einem Jahr die Wiederherstellung der Wehrpflicht gefordert, weil der Bürger in Uniform angeblich ein Frühwarnsystem gegen Extremismus sei. Jetzt sprechen CDU-Politiker und Politikerinnen von einer allgemeinen Dienstpflicht. Es sei, so der CDU-Bundestagsabgeordneter Amthor, Ausdruck pflichtbewusster Staatsbürgerlichkeit, seinem Land zu dienen. Beides ist so falsch wie widersinnig - eine Uniform verhindert extremistisches Gedankengut nicht und seinem Land, besser der Gesellschaft, kann man durch freiwilliges Engagement viel intensiver dienen.

Auch hat die Bundeswehr andere Probleme als fehlendes Personal: ständig neue Auslands- und Kriegseinsätze bei ständig schlechter werdenden Ausrüstung! Hier ist zwingend Umkehr notwendig: Beendigung aller Auslandseinsätze und Ausrüstung der Truppe, mit funktionsfähigen Material ausschließlich zur Landesverteidigung. Auch sollten alle Gedankenspiele hinsichtlich der allgemeinen Dienstpflicht hinsichtlich einer Lückenbüßerrolle z.B. in Pflege umgehend beendet werden. Hier braucht es gut qualifizierter und gut bezahlter Fachkräfte statt billiger „pflichtbewusster Staatsbürger“ die ihren Kopf für verfehlte Politik hinhalten müssen.“