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Die
PDS-Fraktionsvorsitzende Angelika Gramkow sowie der PDS-
Landtagsabgeordnete und Vorsitzende seiner Partei, Peter
Ritter, gratulieren Agrarminister Till Backhaus zu seiner Wahl
zum SPD-Landesvorsitzenden am Sonnabend in Neustrelitz.
„Wir wünschen Herrn Backhaus
alles Gute in seiner neuen Funktion. Wir erwarten auch
weiterhin eine konstruktive Zusammenarbeit in der Koalition,
um die Probleme unseres Landes zu lösen. Diese sind
insbesondere die Schaffung von Arbeitsplätzen,
Chancengleichheit in der Bildung, eine nachhaltige Entwicklung
besonders der ländlichen Räume sowie den Erhalt und Ausbau
der sozialen Infrastruktur.“
Zur Rede von Till Backhaus anlässlich
seiner Kandidatur auf dem SPD-Landesparteitag erklärte Peter
Ritter:
„Ich begrüße die klare
Verurteilung des Krieges gegen den Irak als ‚eklatanten
Verstoß gegen humanitäre und völkerrechtliche
Prinzipien‘. Angesichts dieses Krieges finde ich es
allerdings äußerst unangemessen, in einen Wettstreit um die
bessere Friedenspolitik treten zu wollen. Es waren gerade die
konsequente Anti-Kriegs-Haltung der Bundesregierung und die
deutliche Positionierung der Landesregierung, die die PDS
bewogen haben, auf einem – im übrigen ordentlichen –
Parteitag den Beschluss aufzuheben, aus der Regierung
auszutreten, falls sich Deutschland an einem Krieg beteiligt.
Die
PDS ist weder ein Schwanz am Hund der SPD noch irgend ein
anderes Körperteil, das versucht mit wem auch immer zu
wackeln. Allerdings ist sie eine eigenständige politische
Kraft, die einen Auftrag der Wählerinnen und Wähler hat und
die sich ihr politisches Agieren und schon gar nicht
politisches Wohlverhalten vorschreiben lässt.
Den
Vorwurf der Reformunwilligkeit weise ich aufs Schärfste zurück.
Wir haben gemeinsam mit der SPD eine ganze Reihe von
Reformvorhaben im Koalitionsvertrag festgelegt, die wir jetzt
umsetzen. Die PDS hat nie an der Notwendigkeit auch sozialer
Reformen gezweifelt. Wenn aber eine Sozialreform zum puren
Sozialabbau verkommt, wenn die Umverteilung von unten nach
oben fortgesetzt wird, wenn sozial Schwache, Arbeitslose und
Sozialhilfeempfänger am Ende die Zeche zahlen sollen, dann müssen
wir gegensteuern.“
Schwerin,
05. April 2003
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