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Es
geht um mehr als die Rettung der Sozialdemokratie
Zu
dem heute von SPD-Politikern vorgestellten Positionspapier
„Rettet die Sozialdemokratie in der SPD“ erklärt der
PDS-Landtagsabgeordnete und Landesvorsitzende seiner Partei,
Peter Ritter:
Was
nach dem 22. September letzten Jahres deutlich wurde, ist nach
den jüngsten Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen noch
klarer geworden: Die Erwartungen der Wählerinnen und Wähler,
auch der Wählerinnen und Wähler der PDS, die mit dem
Regierungswechsel von Kohl zu Schröder verbunden waren, haben
sich nicht erfüllt. Die Wahlergebnisse der CDU vom 2. Februar
2003 sind nicht zuerst auf die Stärken der CDU, sondern in
erster Linie auf
diese Enttäuschungen und die Schwächen der SPD zurückzuführen.
Die von Schröder und Clement danach proklamierte Politik des
„Weiter so – nur schneller“ ist nicht die richtige
Antwort. Die PDS hat frühzeitig darauf aufmerksam gemacht,
dass das „Hartz-Konzept“ Gift für den Osten ist, dass die
Vermögenssteuer und die Besteuerung von Spekulationsgewinnen
notwendig sind. In ihrer „Elgersburger Erklärung“ vom 1.
Februar haben PDS-Spitzenpolitikerinnen und -politiker erneut
darauf aufmerksam gemacht, dass eine kommunale
Infrastrukturinitiative für den Osten genau so notwendig ist
wie der steuerfinanzierte öffentliche Beschäftigungssektor
oder ein „Innovationsfeld Ost für wirtschaftliche
Erneuerung und mehr Beschäftigung“. Über all diesen
Forderung steht auch für die PDS die richtige Feststellung
Willy Brandts: „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden
ist alles nichts.“
Mit
dem Positionspapier „Rettet die Sozialdemokratie in der
SPD“ gibt es viele Schnittstellen. Es geht aber um mehr als
die „Sozialdemokratie in der SPD“, es geht um die
Zukunftsperspektiven unseres Landes. Die PDS in Mecklenburg-
Vorpommern und die PDS-Landtagsfraktion werden daher jede
Initiative aus den Reihen des Koalitionspartners prüfen und
unterstützen, die diesem Ziel dienen. Unser Land braucht kein
„Weiter so“ des Kanzlers und kein zurück zum
Konservatismus à la Merkel und Rehberg, sondern einen
nachhaltigen Politikwechsel, der Arbeit, Solidarität und
soziale Sicherheit wieder in den Mittelpunkt rückt.
Schwerin,
07. Februar 2003
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