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Niedriglohn auch
für Stolpe
"Die erneute Forderung von
Minister Stolpe, im Osten einen staatlich geförderten
Niedriglohnsektor einzuführen, dokumentiert wieder einmal die
Unkenntnis des für den Aufbau Ost zuständigen Ministers und
die Unwilligkeit der Bundesregierung, die Probleme im Osten
ernsthaft lösen zu wollen. Innovation im Osten heißt die Lösung,
nicht Sozialabbau, nicht Niedriglöhne.
Der seit Jahren im Vergleich
mit den alten Bundesländern vorhandene Lohnunterschied hat
nicht zu den versprochenen blühenden Landschaften geführt.
Ein staatlich subventionierter Niedriglohn wird dieses Problem
ebenso wenig lösen.
Notwendig ist, dass die Länder
selbst stärker über die bereit gestellten Fördermittel
entscheiden können und bürokratische Hemmnisse rigoros
abgebaut werden. Dies wäre auch sinnvoller, als über eine
neue Kategorie ‚Wachstumskerne’ nachzudenken.
Diese Leuchtturmdebatte birgt
die Gefahr in sich, dass auch in Mecklenburg-Vorpommern künftig
ganze Regionen ohne Förderung auskommen müssten. Aufbau Ost
muss endlich als Chance für den Aufbau in ganz Deutschland
begriffen werden. Dem Osten immer nur Subventionsmentalität
vorzuwerfen, schafft keinen einzigen neuen Arbeitsplatz",
so Landesvorsitzender Peter Ritter in Schwerin.
Schwerin, 13. April 2004
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