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Mut zu gerechten
Reformen
Auf ihrem
Landesparteitag in Sternberg hat die PDS
Mecklenburg-Vorpommern die SPD des Landes aufgerufen, sich auf
Bundesebene für mehr soziale Gerechtigkeit stark zu machen.
"Der jetzt geplante Sonderparteitag der SPD ist dafür
eine gute Gelegenheit", so der PDS-Landesvorsitzende
Peter Ritter. "Wenn die Landes-SPD auf ihrem Parteitag
die Kürzung der Empfangsdauer des Arbeitslosengeldes, die
Zusammenlegung von Arbeitslosen - und Sozialhilfe auf das
Niveau der Sozialhilfe und die Privatisierung des
Krankengeldes ablehnt, sind wir in der Koalition in Schwerin
auf einer Seite. Es wird also darauf ankommen, wie ernst wir
die Umsetzung der Parteitagsbeschlüsse nehmen. Auch die PDS
hat deutlich gemacht, dass sie die geplanten Einschnitte ins
soziale Sicherungssystem, die mit ´Hartz´ und ´Rürup´
verbunden sind, ablehnt", so Ritter weiter.
"Wenn
der Sonderparteitag der SPD aber nach dem Motto ´Schön- das-
wir- mal- darüber- geredet- haben´ abläuft, wird er wenig
Nutzen bringen. Ich habe die Hoffnung, dass
Mecklenburg-Vorpommerns Sozialdemokraten sich dem widersetzen
und vom Kanzler Mut zu gerechten Reformen einfordern", so
Peter Ritter abschließend.
Schwerin,
15. April 2003
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