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Zum
Programmentwurf der PDS erklärt Peter Ritter,
Landesvorsitzender der PDS M-V:
Programmentwurf
der PDS auf dem Prüfstand
Mit der
"Programmkonferenz" am 24. Februar in Berlin
erfolgte der innerhalb und außerhalb der PDS von vielen lang
erwartete Startschuss zur Debatte für das neue
Parteiprogramm.
Die Probleme,
die uns bewegen, sind nicht neu. Schon im "Kommentar zur
Programmatik der PDS" (1997) schrieb der damalige
Vorsitzende der PDS, Lothar Bisky: "Manche Aussagen des
93er Programms sind bewusst als Kompromiss formuliert, manche
Probleme ausgelassen worden; zu anderen Fragen konnte damals
nur festgehalten werden, dass wir auf keinen gemeinsamen
Nenner gekommen waren. Kompromisse in der Partei sind
gelegentlich nötig. Sich auf ihnen auszuruhen, kann die künftige
Entwicklung behindern".
Überzeugt
davon, dass wir uns nicht ausruhen können, haben sich Gabi
Zimmer, die Landesvorsitzenden Ost und die Landessprecher
West, die Vorsitzenden der PDS-Landtagsfraktionen, die
Sprecher des Parteirates sowie anwesende Minister/innen und
Senator/innen der PDS auf ihrer Beratung Ende Januar in
Elgersburg darauf verständigt, den Diskussionsprozess zum
Programm gemeinsam, konzentriert und konstruktiv zu führen.
Aus Sicht
unseres Landesverbandes wird dabei auch wichtig sein, die
Erfahrungen, die wir seit 1998 als Regierungspartei inmitten
einer Welt gesammelt haben, die vor allem durch die
Verabschiedung von Kapital und Vermögen aus der Finanzierung
des Gemeinwesens und seiner sozialen Sicherungssysteme charakterisiert
ist, einzubringen.
Unsere
Erfahrungen im Umgang mit Tagespolitik und Programmatik müssen
dabei ebenso eine Rolle spielen, wie unser Platz in der größer
werdenden Europäischen Union. Alternativen für zukünftige
Entwicklungen müssen ihre Widerspiegelung genauso finden wie
die weitere Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit und
unserer Verantwortung dafür.
Das
Parteiprogramm soll auch andere einladen, bei uns und mit uns
zu arbeiten. Wer in der PDS mitmachen möchte, soll jedoch
deutlich erkennen wer wir sind, woher wir kommen, wohin wir
wollen, wie wir unsere Ziele erreichen wollen.
Wir werden
die Programmdebatte in den nächsten Wochen und Monaten nicht
im "stillen Kämmerlein" führen, sondern die
Mitgliedschaft wie Interessierte und Neugierige einladen, sich
in den Diskurs mit einzubringen.
Auf einer
Regionalkonferenz am 10. Mai werden wir gemeinsam mit der
Parteivorsitzenden Gabi Zimmer und Genoss/innen der Landesverbände
Schleswig-Holstein und Hamburg eine erste Zwischenbilanz der
Debatte ziehen.
Schwerin, 25.
Februar 2003
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