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Der
Landesvorsitzende der PDS Mecklenburg-Vorpommern, Peter
Ritter, erklärt im Anschluss an die Klausurtagung des
PDS-Landesvorstandes:
Zeit
für eine gerechte und zukunftsorientierte Steuerreform ist
reif
Auf
seiner Klausur in Pasewalk beschäftigte sich der PDS
Landesvorstand zum wiederholten Male mit der Finanzsituation
des Landes. Der Landesvorstand stellt fest, dass die Proteste
der Kommunen und Spitzenverbände berechtigt und
nachvollziehbar sind. Die seit Jahren falsche Weichenstellung
in der Steuer- und Finanzpolitik des Bundes reißt immer neue
und größere Löcher in die kommunalen Haushalte.
Im
Zusammenhang mit der Haushaltsklausur der Landesregierung
erwartet der PDS-Landesvorstand daher:
1.
zu prüfen, ob die Regelungen gemäß Art. 65 Abs. 2 der
Landesverfassung, auch im Hinblick auf die nächste,
vorgezogenen Stufe der Steuerreform in Anspruch genommen
werden können, um die Kreditaufnahme des Landes zu erhöhen,
2.
dass weitere Einschnitte in der sozialen Infrastruktur nicht
zugelassen werden. So beispielsweise:
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Die Novellierung des Kindertagesstättengesetz einschließlich
des kostenfreien Vorschuljahres umgesetzt wird.
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Eine Kürzung des Landesblindengeldes in der laufenden
Legislaturperiode ausgeschlossen wird.
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Auf das Pflegewohngeld nicht verzichtet wird.
-
Die Ausfinanzierung der Landesinitiative Jugend- und
Schulsozialarbeit gesichert bleibt.
3.
dass die Mindestgarantie der kommunalen Finanzausstattung
nicht abgeschafft wird und gemeinsam mit den kommunalen
Spitzenverbänden über Kompensationen und Standardveränderungen
für die kommunale Ebene diskutiert wird.
Pläne
der Bundesregierung, die Kommunen zur Kompensierung der
vorgezogenen Stufe der Steuerreform heranzuziehen, sind durch
die Landesregierung konsequent abzulehnen.
4.
Der PDS Landesvorstand spricht sich gegen die beim Vorziehen
der nächsten Stufe der Steuerreform vorgesehenen Senkung des
Spitzensteuersatzes aus. In Zeiten knapper Kassen gibt es
keinerlei Rechtfertigung für zusätzliche Steuergeschenke für
große Vermögen.
5.
Es ist an der Zeit, eine gerechte, zukunftsorientierte
Steuerreform auf den Weg zu bringen. Die PDS hat seit langem
konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Einnahmen des
Staates vorgelegt. Darunter die Wiedereinführung der Vermögenssteuer,
eine Reform der Erbschafts- und Körperschaftssteuer, die
Erhebung einer Spekulationssteuer sowie eine
Gemeindefinanzreform, die diesen Namen auch verdient.
Ohne
diese Maßnahmen ist eine grundlegende Verbesserung der
Haushaltssituation von Kommunen und Ländern nicht möglich.
Pasewalk,
05. Juli 2003
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