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Zur
morgen anstehenden Beratung der neuen Gesetze zu modernen
Dienstleistungen auf dem Arbeitsmarkt – Hartz III und Hartz
IV – erklärt der PDS-Landesvorsitzende von
Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter:
Keine
wirkliche Hilfe – klare Signale notwendig
„Am
morgigen Freitag wird sich der Bundesrat mit den neuen Folgen
– drei und vier – der Hartz-Tragödie beschäftigen. Nach
dem Willen der Bundesregierung sollten schon die ersten beiden
Teile zu mehr Beschäftigung führen. Davon ist jedoch bis
heute in den neuen Bundesländern nichts zu spüren.
Die
Arbeitslosenquote liegt doppelt so hoch wie im Westen, die
Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt kontinuierlich. ABM und
SAM sind dagegen im August im Vergleich zum Vorjahr in
Ostdeutschland um 44 700 oder 30% zurückgegangen. Verkürzte
Leistungsansprüche, erhöhter Druck auf Arbeitslose, Wegfall
der Sonderregelungen bei der Anwartschaft für
Saisonarbeiter, weitere Verschärfung der
Zumutbarkeitsregelungen – all
das sind Instrumente, die mit Hartz eins begannen und
mit Hartz vier ihren vorläufigen traurigen Höhepunkt finden
– sie bekämpfen Arbeitslose statt die Arbeitslosigkeit.
Die
geplante Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum
Arbeitslosengeld II wird für die neuen Länder einen
Kaufkraftverlust von mindestens einer Milliarde Euro bedeuten.
Sieht so der vielgepriesene Aufschwung aus? Wohl kaum! Wenn
Bundestagspräsident Thierse vor einiger Zeit warnte, ‚Der
Osten steht auf der Kippe‘, dann wird er jetzt durch Hartz
weiter auf die schiefe Ebene gebracht. Weil die Situation so
ist wie sie ist, kann es von Mecklenburg-Vorpommern im
Bundesrat nur deutliche Kritik und klare Ablehnung geben.
Alles andere wäre nicht im Interesse des Landes!
Die
Vorschläge der Arbeitsminister aller ostdeutschen Länder,
mit initiiert von Arbeitsminister Helmut Holter, liegen auf
dem Tisch. Sie müssen als ernsthafte Alternative diskutiert
und umgesetzt werden.“
Schwerin,
25.09.2003
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