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Zu
den gestrigen Beschlüssen der Bundesregierung erklärt der PDS-Landesvorsitzende Peter
Ritter:
Entwurf
zum Doppelhaushalt 2004/2005 droht zu kippen
Mit
dem so genannten Reformpaket schießt die Bundesregierung
insbesondere den Osten endgültig ins Aus. Auch
Mecklenburg-Vorpommern drohen mit der geplanten
Gemeindefinanzreform und der Zusammenlegung von Arbeitslosen-
und Sozialhilfe schwerwiegende Folgen: zusätzliche
Belastungen für Land und Kommunen – und dies bei der
ohnehin äußerst angespannten finanziellen Lage.
Der
SPD-Vorsitzende Backhaus hat ja in jüngster Zeit deutliche
Worte gefunden und Nachbesserungen bei den Reformen angemahnt.
Jetzt erwarte ich, dass sich die SPD-Spitzen gegenüber dem
Bund energisch dafür einsetzen, dass zum einen die Kommunen
tatsächlich entlastet und zum anderen nicht immer mehr
Menschen ins soziale Abseits gestellt werden. Subventionsabbau
darf nicht zum Sozialabbau missbraucht werden. Die gegenwärtigen
Vorschläge der Finanzministerin, bei sozialen Leistungen des
Bundes und des Landes, z.B. beim Wohngeld, einzuschneiden,
trifft erneut die ohnehin sozial Schwachen und sind deshalb
abzulehnen. Nur Sparvorgaben im Visier haben führt zu
politischen Scheuklappen. Das kann und darf sich das Land
nicht leisten.
Wenn
es der Landesregierung gemeinsam mit den anderen Ländern im
anstehenden Verfahren nicht gelingt, deutliche Verbesserungen
zugunsten der Länder und Kommunen zu erzielen, dann ist der
Entwurf der Landesregierung zum Doppelhaushalt 2004/2005 hinfällig.
Schwerin,
14.08.2003
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