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Offener
Brief an die
Parteivorsitzende, die
Mitglieder des Parteivorstandes, die
PDS-Landesvorsitzenden Ost
und
die
PDS-LandessprecherInnen West
Liebe
Gabi, liebe GenossInnen,
diesen
Weg wähle ich, da es mir in der Generaldebatte nicht möglich war, auf
dem Parteitag in Gera meine Gedanken zu äußern.
Dieter
Hausold sagte in seiner Eröffnungsrede, die PDS müsse eine Partei sein,
die für die Menschen da ist. Gabi Zimmer rief auf, jetzt nicht
aufzugeben.
Genau
mit diesen Auffassungen haben auch wir uns nach dem 22.September
beschäftigt. Im Ergebnis dieser Diskussion hat der Souverän unseres
Landesverbandes, der Landesparteitag, beschlossen, auf Grundlage der
erfolgten Sondierungsgespräche mit der SPD, Koalitionsverhandlungen
aufzunehmen.
Keine
leichte und schon gar keine leichtfertige Entscheidung!
Ich
bitte und erwarte von der Bundespartei, und vor allem vom neuen
Parteivorstand, dass unsere Entscheidungen und unsere Arbeit kritisch
begleitet werden. Im Ergebnis dieses kritischen Begleitens und der
dringend notwendigen Diskussion zur Programmatik der PDS hoffe ich, dass
wir lernen, mit den verschiedenen Formen unseres Agierens souverän
umzugehen.
Alternativen
zu entwickeln und zu versuchen, sie umzusetzen, darum ging und geht es
heute.
Die
PDS als Alternative erlebbar machen, das ist unser Ziel.
Deshalb
haben wir vorgeschlagen, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich mit „Hartz“
auseinandersetzt und Lösungsvorschläge für
M-V und den Osten erarbeiten soll. Nicht um „Hartz“ 1:1
umzusetzen.
Deshalb
auch haben wir mit Unterstützung der Gewerkschaften durchgesetzt, dass
die neue Regierung ein Landestariftreuegesetz erarbeitet.
Deshalb
haben wir durchgesetzt, dass ein Leitbild zur nachhaltigen Entwicklung
unseres Landes erarbeitet wird.
Deshalb
haben wir durchgesetzt, dass Konversionspolitik endlich als
Wirtschaftspolitik in strukturschwachen Räumen angesehen wird.
Darüber
hinaus haben wir uns zur Notwendigkeit einer Bundesratsinitiative zur
Vermögenssteuer verständigt.
Soweit
zu den bisherigen Verhandlungsergebnissen in Mecklenburg-Vorpommern.
Wir wollen mit diesem Weg zeigen, dass die
PDS für die Menschen da ist. Sowohl inner- und außerhalb von
Parlamenten, als auch in- und außerhalb von Regierungen.
Mit
sozialistischem Gruß
Peter
Ritter, Landesvorsitzender
Dieser
Brief wird unterstützt von Mitglieder des Landesvorstandes, von
Kreisvorsitzenden und von Mitgliedern des Landesparteirates der PDS
Mecklenburg-Vorpommern.
16.10.2002
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