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Zur
Regierungserklärung des Bundeskanzlers Gerhard Schröder,
erklärt der PDS-Landesvorsitzende Peter Ritter: Maßnahmenkatalog
der Bundesregierung bleibt Flickschusterei
„In
der Regierungserklärung sind keine Visionen erkennbar, die
die Menschen überzeugen und mitnehmen können.
Nicht
die Reform des Sozialstaates, sondern letztlich sein weiterer
Abbau steht auf dem Programm der Bundesregierung.
Die
geplante Zusammenlegung der Arbeitslosenhilfe mit der
Sozialhilfe wenig über dem Sozialhilfeniveau sowie die Verkürzung
der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes sind wieder ein Griff
in die Taschen der Arbeitslosen und schaffen keinen einzigen
Arbeitsplatz. Erhöhter Druck auf die Erwerbslosen ist genauso
wenig konstruktiv wie Drohungen gegen die Tarifpartner und
andere Interessenvertretungen. Die Aufweichung des Kündigungsschutzes
geht an den Realitäten vorbei und wird Neueinstellungen nicht
fördern.
Die
weitere Privatisierung der sozialen Systeme belastet den
einzelnen und kündigt den Solidarvertrag zwischen Arm und
Reich, Gesund und Krank, Jung und Alt, Beschäftigten und
Erwerbslosen. Der Bundeskanzler muss sich daran erinnern
lassen, dass zum Frieden nach außen, zum globalen Frieden
auch der Frieden nach innen gehört, der soziale Frieden.
Insgesamt
bringt der Maßnahmenkatalog nicht die dauerhafte Lösung der
Probleme am Arbeitsmarkt und in den sozialen
Sicherungssystemen, er bleibt Flickschusterei.“
Schwerin,
14.03.2003
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