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Gewerkschaften
und PDS bekräftigen gemeinsame Positionen
Die Vorsitzende der PDS-Landtagsfraktion, Angelika Gramkow, und
der Landesvorsitzende der PDS Peter Ritter haben am Dienstag mit
dem stellvertretenden DGB-Vorsitzenden Ingo Schlüter ihre
gemeinsamen Positionen bekräftigt, die auch bei den laufenden
Koalitionsverhandlungen eine zentrale Rolle spielen werden.
Wie die Gewerkschaften spricht
sich auch die PDS für eine Vergabegesetz auf Landesebene aus,
wonach öffentliche Aufträge nur an Betriebe vergeben werden
sollen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern tarifgerecht
entlohnen. „Nach dem Scheitern des Tariftreuegesetzes auf
Bundesebene sollten wir zumindest auf Landesebene die
Voraussetzungen für eine gerechte Bezahlung herstellen“, erklärte
Peter Ritter. „Wir müssen uns gegen Tarifbruch und Billiglöhne
bekennen, denn mit Dumpinglöhnen können wir die Wirtschaft und
die Zukunft unseres Landes nicht stärken.“
Der DGB unterstützt die auf
PDS-Initiative gegründete Arbeitsgruppe, die sich parallel zu
den laufenden Koalitionsgesprächen zu den Hartz-Vorschlägen
verständigen und eine spezifische Ostkomponente zu den Vorschlägen
erarbeiten soll.
Einig zeigten sich die PDS-Vertreter und der DGB-Vize, dass die
Bemühungen im Kampf gegen Rechtsextremismus verstärkt werden müssen.
„Wir werden u.a. eine konkrete Untersetzung des
Landesprogramms ‚Demokratie und Toleranz‘
einfordern“, kündigte Peter Ritter an.
Im Zusammenhang mit der anstehenden Verwaltungsmodernisierung
sind sich der DGB und PDS-Politiker einig, dass eine
Verwaltungs- und Funktionalreform nur in Zusammenarbeit mit den
Gewerkschaften und den Personalräten erfolgen kann.
08.10.2002
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