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Der Landesvorsitzende der PDS
Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter, erklärt:
Es schafft
keine Steuergerechtigkeit, Diebe auch noch zu belohnen –
Steuerhinterziehung und Steuerflucht müssen entschiedener
bekämpft werden
Nach Ansicht des
Vorsitzenden des PDS-Landesverbandes, Peter Ritter, ist die
Steueramnestie für Steuerflüchtlinge wenig geeignet, für mehr
Steuergerechtigkeit zu sorgen.
„Die heute von
Finanzministerin Sigrid Keler vorgelegten Zahlen belegen, dass
die in die Steueramnestie gesetzten Erwartungen bei weitem
nicht erfüllt werden“, sagte er am Mittwoch in Schwerin. „Die
Ehrlichen bleiben die Dummen, und der Dieb wird auch noch
belohnt.“
„Durch Steuerhinterziehung
und Steuerflucht gehen dem Staat jährlich Milliarden Euro
verloren, die er dringend braucht, um seine Aufgaben zu
erfüllen, deshalb müssen sie vom Gesetzgeber entschiedener als
bisher bekämpft werden“, so Ritter. Die Bundesregierung müsse
sich noch aktiver dafür einsetzen, dass internationale
Steueroasen geschlossen und Steuervermeidungsstrategien
transnationaler Unternehmen durchbrochen werden.
„Um tatsächlich mehr
Steuergerechtigkeit zu erreichen muss aber auch Schluss
gemacht werden mit der Umverteilung von unten nach oben,
müssen große Vermögen und Spitzenverdiener stärker zur
Finanzierung staatlicher Aufgaben herangezogen werden“, sagte
Peter Ritter abschließend.
Die PDS hat dazu kürzlich
ihr steuerpolitisches Konzept „Umsteuern“ vorgelegt, in dem
u.a. die Wiedererhebung der Vermögenssteuer und eine Reform
der Erbschaftssteuer vorgesehen sind.
Schwerin, 20. Oktober 2004 |