PETER RITTER    

Erklärung von der Beratung des PDS-Landesvorsitzenden mit den Vorsitzenden der PDS- Kreisverbände am 22.11.04 in der Reuterstadt Stavenhagen: 

Chance zum längeren gemeinsamen Unterricht jetzt nutzen!

 

Auf der turnusmäßigen Beratung des PDS-Landesvorsitzenden Peter Ritter mit den Vorsitzenden der PDS-Kreisverbände stand neben der Umsetzung der Beschlüsse der jüngsten Landes- und Bundesparteitage auch die gegenwärtige Diskussion zur Änderung des Schulgesetzes im Mittelpunkt der Beratung.

Ausgehend von den Debatten, die gegenwärtig in allen Kreisen und Kommunen zum Gesetzentwurf stattfinden waren sich die PDS-Politiker darin einig, die gegenwärtige Chance zur Schaffung der Möglichkeiten für längeres gemeinsames Lernen unbedingt zu nutzen.

Die PDS war und ist für längeren gemeinsamen Unterricht. Bereits im Jahr 2000 hat die PDS versucht, dieses Anliegen mit der schulartunabhängigen Orientierungsstufe zu beginnen. Dafür gab es damals weder eine politische noch eine öffentliche Mehrheit.  

„Die PDS-Kreisvorsitzenden begrüßen daher die jetzt in der Öffentlichkeit zunehmenden positiven Meinungsäußerungen für ein längeres gemeinsames Lernen. Diese Debatte darf aber nicht vorrangig von strukturellen Überlegungen geprägt sein. Wichtiger sind inhaltliche, soziale und pädagogische Zielsetzungen. Die neusten PISA-Noten machen deutlich, dass das verstaubte Schulsystem überwunden werden muss“, so der PDS-Landesvorsitzende Peter Ritter nach dem Treffen in der Reuterstadt Stavenhagen. 

Der vorliegende Gesetzentwurf berührt vorrangig strukturelle Fragen. Angesichts der aktuellen Debatte aber sollte weiter gegangen werden. „Die PDS-Kreisvorsitzenden erwarten daher von der PDS-Landtagsfraktion im weiteren Verlauf der Beratung des Gesetzes, alle Möglichkeiten zu nutzen, um längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen. Die gleiche Erwartungshaltungshaltung richtet sich zugleich an den Koalitionspartner. Wenn selbst Herr Backhaus nach seinem jüngsten Besuch in Skandinavien vom längeren Lernen begeistert ist, sollte solchen Schritten in Richtung Zukunft in M-V nichts mehr im Wege stehen. Wenn jetzt jedoch wieder - wie im Jahr 2000 zur schulartunabhängigen Orientierungsstufe - gekniffen wird, ist auch diese Chance vertan, brauchen wir uns über die nächsten schlechten PISA-Noten nicht wundern,“ so Ritter abschließend. 

 

Schwerin, 22. November 04

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