Prora als authentischen Ort erhalten
Im Januar des nächsten Jahres will sich der Haushaltsausschuss
des Deutschen Bundestages mit dem Verkauf von Block 3 des
ehemaligen" KdF- Bades" in Prora auf Rügen beschäftigen. Aus
diesem Anlas hat sich der innenpolitische Sprecher der
PDS-Landtagsfraktion, Peter Ritter, jetzt in einem Brief an die
Mitglieder des Haushaltsauschusses gewandt. Darin bittet der
PDS-Politiker, keinen Kaufangeboten zuzustimmen, die die Arbeit
des von der Stiftung "Neue Kultur" geleiteten "dokumentationszentrum
prora" beeinträchtigen oder verhindern. "Prora muss als
authentischer Ort der Auseinandersetzung mit den Ursachen,
Erscheinungsformen und Wirkungen des deutschen Faschismus
erhalten bleiben. Die im Sommer dieses Jahres eröffnete neue
Ausstellung "MACHTurlaub" leistet dafür einen wirkungsvollen
Beitrag und darf nicht kommerziellen Zwecken untergeordnet
werden.“, so Ritter. Bereits im Herbst hatte sich Ritter an den
Ministerpräsidenten des Landes und die Minister der Schweriner
Landesregierung mit der Bitte gewandt, sich ebenfalls für das
Dokumentationszentrum zu engagieren. "Im Hinblick auf den
bevorstehenden 60. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und
der Beendigung des Zweiten Weltkrieges, wären Entscheidungen,
die die Arbeit des Dokumentationszentrum beeinträchtigen, mehr
als fatal.", so Ritter abschließend.Schwerin,
30.12.2004 |
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