|
Zu den Äußerungen des Agrarministers Backhaus (SPD) „Minister
schlägt für Winterzeit 1-Euro-Jobs auf dem Land vor“ erklärt der
Landesvorsitzende der PDS Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter:
Hartz IV ist und bleibt Gift für
den Osten
„Von Tag zu Tag wird immer deutlicher, dass die SPD weder die
Proteste der Betroffenen noch sich selbst versteht. Nachdem die
SPD auf Bundesebene die so genannte Arbeitsmarktreform Hartz IV
beschlossen hat, will jetzt deren mecklenburgischer
Agrarminister den ´Langzeitarbeitslosen die Offenlegung und
Einbeziehung von Vermögen sowie des Einkommens von Partnern und
Angehörigen in so genannten Bedarfsgemeinschaften ersparen´. Es
wäre besser, wenn die SPD endlich die Zeichen der Zeit richtig
deuten, den Menschen die so genannten Reformen ersparen und über
existenzsichernde Arbeitsplätze statt über 1-Euro-Jobs sprechen
würde.“
Auch die Rechenkünste der Unternehmerverbände kritisierte der
PDS-Chef in Mecklenburg-Vorpommern:
„Was und wem nützt es, wenn es plötzlich mehr Bewerber für
Billig-Jobs gibt? Dieser Anstieg bringt lediglich die
Verunsicherung der Menschen durch Hartz IV zum Ausdruck. Sie
haben Angst vor der staatlich verordneten Armut. Auch
hochqualifizierte Arbeitslose werden durch Hartz IV gezwungen,
Billig-Jobs anzunehmen. Von existenzsichernder Arbeit kann in
Deutschland wohl künftig nur noch geträumt werden.“
Schwerin, 13. September 2004 |