|
Ablehnende
Haltung der CDU zu antifaschistischer Klausel unverständlich
Mit
Bedauern und Unverständnis hat der innenpolitische Sprecher der
PDS-Landtagsfraktion, Peter Ritter, die Ablehnung der
CDU-Fraktion zur Kenntnis genommen, eine antifaschistische
Klausel in die Verfassung des Landes aufzunehmen. Diese Klausel
sollte beinhalten, dass Handlungen, die geeignet sind und in der
Absicht wahrgenommen werden, nationalistisches Gedankengut zu
verbreiten, verfassungswidrig sind.
„Die
Haltung der CDU ist unverständlich, denn noch im April haben
alle Fraktionen im Landtag beschlossen, breite
gesamtgesellschaftliche Strategien im Kampf gegen
Rechtsextremismus zu entwickeln, eine antifaschistische Klausel
hätte ein Bestandteil sein können“, sagte Ritter am Dienstag in
Schwerin.
Die PDS
werde weiterhin alle Möglichkeiten im Ringen um mehr Demokratie
und Toleranz ausschöpfen, kündigte Ritter an. „Anstatt mit
Unterschriftensammlungen gegen den EU-Beitritt der Türkei auf
Stimmenfang zu gehen, erwarte ich von der CDU eine klare und
deutliche Ächtung von nationalistischem, antisemitischem und
rassistischem Gedankengut“, sagte Ritter. Nur so könne
verhindert werden, dass die Rechtsextremen in weitere Parlamente
einziehen.
12. Oktober 2004 |
|