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Unterstützung bei Konversion bleibt
Gebot der Stunde
Teil zwei der Bundeswehrstrukturreform
belegt wiederum sehr deutlich, dass die Bundeswehr von einer
auf Landesverteidigung orientierten Armee zu einer
schlagkräftigen Auslandseinsatzarmee umgebaut wird. Die PDS
hat auf Bundes- wie auf Landsebene mehrfach deutlich gemacht,
dass sie für diese Art Umbau nicht zur Verfügung steht.
„Das dieser Umbau neue Anforderungen an
Stationierungskonzepte stellt, dürfte allen klar sein, die
diesen Umbau wollen. Jedes Beklagen von Standortschließungen
ist daher wenig glaubwürdig und vor allem wenig hilfreich,“ so
der innenpolitische Sprecher der PDS-Landtagfraktion Peter
Ritter.
„Auch wenn die jetzigen
Standortschließungen und –reduzierungen in
Mecklenburg-Vorpommern geringer ausfallen als anderswo, bleibt
die Forderung nach einem Konversionsprogramm des Bundes ein
Gebot der Stunde. Die fortdauernde Weigerung des Bundes, den
betroffenen Kommunen und Ländern bei der Bewältigung von
Standortschließungen zu helfen, hat dazu geführt, dass die
Probleme der ersten Reformrunde von 2001 noch lange nicht
gelöst sind, und für jetzt betroffene Standorte wie Dabel,
keine rechtzeitige Vorsorge getroffen werden konnte. Die
Landesregierung ist daher gut beraten, wenn sie nun endlich,
wie im Koalitionsvertrag vereinbart, die Bundesratsinitiative
von 2001 zur Erarbeitung eines Bundeskonversionsprogramms mit
Nachdruck unterstützt. Sich zu freuen, dass die jetzige
Standortreduzierung moderater ausgefallen ist, als befürchtet,
reicht nicht aus,“ so Ritter weiter.
Auf Initiative der PDS-Fraktion wird
sich der Wirtschaftsausschuss des Landtages am Donnerstag
dieser Woche mit Fragen der Konversion in
Mecklenburg-Vorpommern beschäftigen. „Ich habe die Erwartung,
dass dabei auch konkret Auskunft zum Erarbeitungsstand der
Konversionsleitlinien des Landes gegeben wird. Auch auf
europäischer Ebene sollte die Landesregierung aktiv werden.
Auf Anfrage des PDS-Europa-Abgeordneten Brie teilte die
Kommission jetzt mit, dass für die Kohäsionspolitik 2007 bis
2013 die weitere Unterstützung der Mitgliedsstaaten der EU bei
der Konversion von Militärstandorten vorgesehen ist. Brie hat
mit seiner Forderung daher Recht, dass Bund und Länder jetzt
handeln müssen, damit diese Chance nicht vergeben wird. Auch
wäre anstelle der in der EU-Verfassung vorgesehenen
Aufrüstungspflicht der Mitgliedsstaaten eine Europäische
Agentur für Abrüstung und Konversion ein viel sinnvolleres
Instrument,“ so Ritter abschließend.
Schwerin, 02. November 2004 |
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