Programm
„Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken“
sichern
Angesichts der
anhaltenden Debatten über Ursachen und Folgen
rechtsextremistischer Gewalttaten fordert die
Linksfraktion eine intensivere Umsetzung
des Landesprogramms „Demokratie und Toleranz
gemeinsam stärken“. „In ihrer
Unterrichtung zur Umsetzung des Programms Mitte
2011 hat sich auch die Landesregierung für die
fortlaufende Umsetzung ausgesprochen und die
Strategie aus Prävention und Repression als den
am ehesten geeigneten Weg bezeichnet“, sagte der
Experte für Rechtsextremismus der Linksfraktion, Peter
Ritter. Diesen Worten müssten nun Taten
folgen. Da die ESF-Förderperiode als
wesentliche Finanzierungsgrundlage etwa für die
Regionalzentren für demokratische Kultur 2013
auslaufe, gehörten politische Entscheidungen auf
den Tisch. „Die langfristige finanzielle
Untersetzung des Landesprogramms muss gewährleistet
werden“, so Ritter.
Die
wissenschaftlichen Evaluatoren des Programms
fordern, die Landeskoordinierungsstelle
personell besser auszugestalten. Diese
Stelle, bislang im Sozialministerium angesiedelt,
bietet fachliche Beratung und Informationen,
begleitet, koordiniert und vernetzt die
verschiedenen Aktivitäten der Ministerien und ist
Ansprechstelle für lokale Akteure und die
Regionalzentren. „Auch aus Sicht meiner Fraktion
muss die Koordinierungsstelle personell
aufgestockt werden, damit sie die Fülle
dieser Aufgaben bewältigen kann“, sagte Ritter.
Darüber hinaus sei
über die Zuordnung der Koordinierung
nachzudenken. „Das Landesprogramm ist eine Querschnittsaufgabe.
Deshalb sollte seine Umsetzung ‚Chefsache‘
und in der Staatskanzlei angesiedelt
werden.“ Die Linksfraktion stehe daher auch den Plänen
skeptisch gegenüber, die Verantwortung dem
Bildungsministerium zu übertragen. „Damit würde
die Arbeit der Landeszentrale für politische
Bildung überfrachtet, die ohnehin personell
unzureichend ausgestattet ist“, so Ritter.
Auch hier sei eine deutliche
Personalaufstockung erforderlich, um
politische Bildung in ihrer Vielfalt und Qualität
zu erhalten. „In der Auseinandersetzung mit
rechtsextremer Gewalt muss die Präventionsarbeit
gestärkt werden, um zivilgesellschaftliches
Engagement gegen Rechtsextremismus, Gewalt und
Fremdenfeindlichkeit zu ermöglichen. Wir erwarten
deshalb vom Ministerpräsidenten und seinem
Bildungsminister zügig klare Antworten zur
Zukunft des Landesprogramms und der politischen
Bildung im Land“, so Ritter.