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27.01.2010: Rede im Landtag von M-V
Zustimmung des Landtages gemäß § 63
1 LHO - hier: Eingehen einer Mehrheitsbeteiligung an der
„Historisch-Technisches Museum Peenemünde GmbH“
Frau Präsidentin, meine Damen und
Herren, meine Fraktion wird der Überweisung des Antrages
zustimmen.
Denn es wird in der Problemlösung richtig beschrieben, dass
sich das Land Mecklenburg-Vorpommern seiner historischen
Verantwortung insbesondere durch die Erhaltung und öffentliche
Präsentation geschichtsträchtiger Orte gerecht werden muss.
Gleichwohl ergeben sich aus dieser richtig formulierten
Verantwortung mehrere Fragestellungen.
Warum gibt es eine solche Lösung nur für
Peenemünde?
Warum gibt es eine solche Lösung nicht
auch für das ehemalige Wehrmachtsgefängnis in Anklam, eine
in ihrer Art in Mecklenburg-Vorpommern einzigartigen Gedenkstätte?
Warum gibt es eine solche Lösung nicht auch für das
Dokumentationszentrum in Prora, einem geschichtsträchtigem
Ort, den es in dieser Art kaum noch an anderer Stelle
bundesweit gibt?
Wird dargestellt, dass sich die Gemeinde
Peenemünde mit der Bitte um Unterstützung an die
Staatskanzlei gewandt hat.
Auch Anklam, Prora und andere Kommunen
und Einrichtungen haben sich mit ähnlichen Bitten mehrfach an
die Landesregierung gewandt.
Warum wird diesen Bitten nicht in ähnlicher Weise
entsprochen?
Hängt die Lösung für Peenemünde mit den an die Gemeinde
gegeben Versprechen, sich um die Probleme der Gemeinde zu kümmern,
wenn diese auf ihren Widerstand gegen die Deichrückbaupläne
auf Usedom verzichtet, zusammen?
Wird dargestellt, dass die „HTM Peenemünde
GmbH“ mit ihrer Tätigkeit in das Gedenkstättenkonzept des
Landes integriert wird.
Warum wird nur für Peenemünde ein
Vorgriff auf das in Erarbeitung befindliche Gedenkstättenkonzept
vorgenommen?
Bleibt dann noch für andere Projekte und Vorhaben genug Platz
und finanzieller Spielraum diese ebenso zu unterstützen?
Fragen, auf die wir gern in den Ausschussberatungen Antworten
hätten.
Nur so können wir unserer historischen Verantwortung durch
die Erhaltung und öffentlicher Präsentation geschichtsträchtiger
Orte im Land insgesamt gerecht werden.
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