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Peter
Ritter, Mitglied des Landesvorstandes der Partei DIE LINKE.
Mecklenburg-Vorpommern, erklärt:
Ein
bißchen Frieden
Während Ministerpräsident Sellering in regelmäßigen Abständen
die deutsche Beteiligung am Afghanistan-Krieg kritisiert,
ist die Nutzung des Flugplatzes Neubrandenburg-Trollenhagen
für Frachtflüge der Bundeswehr nach Afghanistan offenbar
kein Problem. "Die öffentlich geäußerten Positionen
des Ministerpräsidenten und SPD-Landesvorsitzenden
verlieren so an Glaubwürdigkeit.", so der
friedenspolitische Sprecher des Landesvorstandes der Partei
DIE LINKE und Landtagsabgeordnete, Peter Ritter.
Nachdem
Trollenhagen in überregionalen Medien als Drehkreuz für
Afghanistan-Transporte dargestellt wurde, wollte Ritter in
einer Kleinen Anfrage die Haltung der Landesregierung dazu
kennen lernen. Doch Fehlanzeige. Der für die
Landesregierung antwortende Innenminister verweist auf die
Zuständigkeit des Bundes, eine eigene Meinung zu diesem
Fakt hat die Landesregierung offenbar nicht. "Merkwürdig
ist nur, dass der gleiche Innenminister - richtiger Weise -
bei der anstehenden Bundeswehrreform eine Einbeziehung der
Bundesländer verlangt, obwohl auch hier die Zuständigkeit
allein beim Bund liegt. Um nicht klar Position beziehen zu müssen,
biegt man sich also die Argumente zu Recht, wie man sie
braucht.", so Ritter weiter.
DIE
LINKE erwartet, das der Ministerpräsident, wenn er sich
selbst ernst nimmt, diese Thematik auf Bundesebene
anspricht, damit Mecklenburg-Vorpommern nicht länger
indirekt an diesem miltärischen Konflikt beteiligt bleibt.
"Tut Sellering dies nicht, werde seine Friedenssprüche
ohne Nutzen bleiben.", so Ritter abschließend.
Anlage: Antwort
der Landesregierung
Schwerin,
30.07.2010
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