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Schnellschuss über Einsatz der Bundeswehr an Schulen
unangebracht!
Der innenpolitische Sprecher der
Linksfraktion, Peter Ritter, fordert den
Bildungsminister Henry Tesch auf, die Unterzeichnung einer
Vereinbarung mit der Bundeswehr, die die Zusammenarbeit
mit Jugendoffizieren in der politischen Bildung an
Schulen regeln soll, nicht am Parlament vorbei
vorzunehmen.
„Der Minister wäre gut beraten, in
dieser sensiblen Angelegenheit keinen Schnellschuss
vorzunehmen“, erklärte Ritter am Donnerstag. Offenbar
herrschten zwischen SPD und CDU große
Meinungsverschiedenheiten über die Ausgestaltung einer
solchen Vereinbarung. „Während sich Ministerpräsident
Sellering und die SPD-Fraktion gegen eine einseitige
Werbung für den Wehrdienst aussprechen und für einen
Erlass plädieren, der u.a. auch wehrdienstkritische Verbände
an Schulen zu Wort kommen lässt, wollen Herr Tesch und die CDU-Fraktion
vollendete Tatsachen schaffen“, kritisierte Ritter.
Zudem sei es inakzeptabel, dass weder Parlament noch Öffentlichkeit
über Inhalt und Intention der geplanten Vereinbarung
informiert sind.
Ganz nach dem Motto „Ick bin all
hier“ wolle die CDU so dem Antrag der Linksfraktion „Ausgewogenheit
von Informationsveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen gewährleisten“
zuvorkommen, der auf der kommenden Landtagssitzung auf der
Tagesordnung steht. „Im Bildungsministerium gibt es eine Fülle
von Baustellen und harren so viele Dinge der Erledigung,
dass eine Vereinbarung mit der Bundeswehr über ihren
Einsatz an Schulen bestimmt nicht vorrangig ist“,
sagte Ritter. „Und die Erfahrung lehrt, dass Vereinbarungen,
die mit der heißen Nadel gestrickt sind, oft das Papier nicht
wert sind, auf dem sie geschrieben sind.“
Schwerin, 27.05.2010
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