2-Klassen-Bürgermeister durch Hartz IV? – SPD/CDU müssen
handeln!
Der innenpolitische Sprecher der
Linksfraktion, Peter Ritter, fordert die Landesregierung
auf, sich unverzüglich auf Bundesebene dafür einzusetzen,
dass Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Bürgermeister
und andere ehrenamtlich Engagierte nicht auf
Hartz-IV angerechnet werden.
„Diese Anrechnung reiht sich ein in
die schier unendliche Liste der Ungerechtigkeiten
und Unsinnigkeiten von Hartz IV“, erklärte Ritter am
Freitag. Demotivation und Politikverdrossenheit der
Bürgerinnen und Bürger seien die Folge dieser Einteilung
der ehrenamtlich Engagierten in zwei Klassen. „Es geht
um eine Anerkennung ehrenamtlichen Engagements, die
nicht vom Leistungsbezug abhängig gemacht werden
darf“, betonte Ritter.
„Politiker aller Couleurs
beteuern stets, wie wichtig das Ehrenamt ist“,
sagte Ritter. Wenn dies nicht nur Lippenbekenntnisse
bleiben sollen, dann müssten die Landes- und
Bundesregierung endlich handeln. „Die Landesregierung,
deren Vertreter sich heute empört über die
Rechtslage zeigen, hatten bereits vor geraumer Zeit
zugesagt aktiv zu werden, nachdem die Problematik auf
Antrag meiner Fraktion im Innenausschuss des Landtags
thematisiert worden war“, so Ritter. „Es ist höchste
Zeit, dass den Worten endlich Taten folgen.“