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Wählen ab 16 auch bei Landtagswahlen gehört in ein
modernes Wahlrecht
Nach Ansicht des innenpolitischen Sprechers der
Linksfraktion, Peter Ritter, ist das heute von
Innenminister Caffier angekündigte neue Wahlgesetz,
worin die Kommunal- und Landtagswahlgesetze zusammengefasst
werden, grundsätzlich zu begrüßen. „Deregulierung kann
nicht schaden, allerdings sollte die Gelegenheit beim Schopfe
gepackt und das Wahlgesetz tatsächlich zu einem modernen
Gesetz entwickelt werden“, sagte Ritter am Dienstag.
Zu einem modernen Landeswahlrecht gehört
nach Ansicht von Ritter die Einführung des Wahlrechts ab
16 Jahren auch bei Landtagswahlen. „Wenn junge Menschen
nicht nur bei der Kommunal-, sondern auch bei Landtagswahlen
ihre Stimme abgeben könnten, würden Verantwortung,
Mitbestimmung und Demokratie gleichermaßen gestärkt“,
sagte Ritter. Darüber hinaus müsse es Migrantinnen und
Migranten, die seit langem im Land leben, ermöglicht
werden, in den Kommunen mit zu entscheiden. „Ihr Recht zu wählen
gehört ebenfalls in einem modernes Landeswahlrecht“,
betonte Ritter.
Ritter verwies in diesem Zusammenhang auf
den kommenden Landesparteitag, der sich auf Antrag der
Landesarbeitsgemeinschaft „Junge Fraktion“ mit dem Thema Wählen
ab 16 bei Landtagswahlen befassen wird. „Ich bin
zuversichtlich, dass der Parteitag diesem Anliegen zustimmen
wird“, so Ritter.
14.04.2010
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