PETER RITTER    

Erneuerbare Energien und Klimaschutz als Chancen der ländlichen Räume

 

„Erneuerbare Energien und nachhaltige Regionalentwicklung“ war das Thema einer Regionalkonferenz der Kreistagsfraktion DIE LINKE-Bündnis 90/Grüne, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Kommunalpolitischen Forums Mecklenburg-Vorpommern am Montagabend. Unter den etwa vierzig Teilnehmern waren ausgewiesene Experten, darunter Ulrich Söffker vom BUND, Dr. Ditmar Schmidt vom Solarzentrum in Wietow, Andreas Tornow vom Gutswerk Förderverein Luplow und MdL Prof. Dr. Wolfgang Methling als ehemaliger Umweltminister des Landes.   

Die Diskussionen machten deutlich, dass die Zeit der fossilen Energieträger zwingend dem Ende entgegengeht. Alternative Energiequellen seien dringend erforderlich und könnten vor allem regional zum Sprudeln gebracht werden. „Mecklenburg-Vorpommern hat beste Voraussetzungen und Chancen und kann eine Vorreiterrolle einnehmen, wenn es um die 100-Prozent-Versorgung aus Erneuerbaren Energien geht“, so Ulrich Söffker. Alle Beteiligten betonten, dass Klimaschutz, die Nutzung Erneuerbarer Energien und nachwachsende Rohstoffe die Wertschöpfung in der Region erhöhen und Arbeitsplätze vor Ort schaffen. Die Erfahrungen in Orten wie Ivenack, Luplow, aber auch andernorts zeigten, wie gut so etwas funktioniere. „Regionale Wirtschafts- und Stoffkreisläufe werden hier gelebt“, sagte Andreas Tornow. Wichtig sei, ländliche Regionen zu aktivieren, damit sie ihre eigenen Potenziale erkennen und nutzen. „Wenn nichts unternommen wird, verarmen viele Dörfer“, so Tornow. Schmidt wies darauf hin, dass überregionale Wirtschaftstrukturen und konventionelle Energieträger den lokalen Strukturen mehr und mehr den Boden entziehen. „Das Geld verlässt die Regionen. Solche Prozesse müssen gebremst werden, neuartige Initiativen und regionale Modelle sind gefragt“, betonte er. 

„Um Regionen wie den Landkreis Demmin wirtschaftlich und sozial sowie ökologisch zu stabilisieren, brauchen wir die Verbindung zwischen dezentral gewonnenen regenerativen Energien und regionaler Wirtschaftsförderung“, so Prof. Methling. Dazu seien die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen im Bund und im Land erforderlich. Die Nutzung Erneuerbarer Energien und Klimaschutz müsste endlich auch finanziell Priorität erhalten. 

Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion DIE LINKE/Grüne, Peter Ritter, zeigte sich überzeugt von den dargestellten Chancen und rief dazu auf, die Debatte zum Thema fortzuführen. „Ich fordere alle Menschen in der Region auf, sich in die Diskussion zum Regionalen Raumentwicklungsprogramm einzubringen, um die Nutzung Erneuerbarer Energien in ihrer Vielfalt auch im Landkreis Demmin viel stärker zu befördern“, betonte er.

13.04.2010

 

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