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Erneuerbare
Energien und Klimaschutz als Chancen der ländlichen Räume
„Erneuerbare
Energien und nachhaltige Regionalentwicklung“ war das
Thema einer Regionalkonferenz der Kreistagsfraktion DIE
LINKE-Bündnis 90/Grüne, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des
Kommunalpolitischen Forums Mecklenburg-Vorpommern am
Montagabend. Unter den etwa vierzig Teilnehmern waren
ausgewiesene Experten, darunter Ulrich Söffker vom
BUND, Dr. Ditmar Schmidt vom Solarzentrum in Wietow, Andreas
Tornow vom Gutswerk Förderverein Luplow und MdL Prof.
Dr. Wolfgang Methling als ehemaliger Umweltminister des
Landes.
Die Diskussionen
machten deutlich, dass die Zeit der fossilen Energieträger
zwingend dem Ende entgegengeht. Alternative Energiequellen
seien dringend erforderlich und könnten vor allem regional
zum Sprudeln gebracht werden. „Mecklenburg-Vorpommern hat
beste Voraussetzungen und Chancen und kann eine Vorreiterrolle
einnehmen, wenn es um die 100-Prozent-Versorgung aus
Erneuerbaren Energien geht“, so Ulrich Söffker. Alle
Beteiligten betonten, dass Klimaschutz, die Nutzung
Erneuerbarer Energien und nachwachsende Rohstoffe die Wertschöpfung
in der Region erhöhen und Arbeitsplätze vor Ort schaffen.
Die Erfahrungen in Orten wie Ivenack, Luplow, aber auch
andernorts zeigten, wie gut so etwas funktioniere.
„Regionale Wirtschafts- und Stoffkreisläufe werden hier
gelebt“, sagte Andreas Tornow. Wichtig sei, ländliche
Regionen zu aktivieren, damit sie ihre eigenen Potenziale
erkennen und nutzen. „Wenn nichts unternommen wird, verarmen
viele Dörfer“, so Tornow. Schmidt wies darauf hin, dass überregionale
Wirtschaftstrukturen und konventionelle Energieträger den
lokalen Strukturen mehr und mehr den Boden entziehen. „Das
Geld verlässt die Regionen. Solche Prozesse müssen gebremst
werden, neuartige Initiativen und regionale Modelle sind
gefragt“, betonte er.
„Um Regionen wie den
Landkreis Demmin wirtschaftlich und sozial sowie ökologisch
zu stabilisieren, brauchen wir die Verbindung zwischen
dezentral gewonnenen regenerativen Energien und regionaler
Wirtschaftsförderung“, so Prof. Methling. Dazu seien die
entsprechenden politischen Rahmenbedingungen im Bund und im
Land erforderlich. Die Nutzung Erneuerbarer Energien und
Klimaschutz müsste endlich auch finanziell Priorität
erhalten.
Der Vorsitzende der
Kreistagsfraktion DIE LINKE/Grüne, Peter Ritter,
zeigte sich überzeugt von den dargestellten Chancen und rief
dazu auf, die Debatte zum Thema fortzuführen. „Ich fordere
alle Menschen in der Region auf, sich in die Diskussion zum
Regionalen Raumentwicklungsprogramm einzubringen, um die
Nutzung Erneuerbarer Energien in ihrer Vielfalt auch im
Landkreis Demmin viel stärker zu befördern“, betonte er.
13.04.2010
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