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Die leisen Sohlen
sind längst abgelaufen – Zeit für NPD-Verbot ist reif
Mit großer
Verwunderung hat der innenpolitische Sprecher der
Linksfraktion, Peter Ritter, den Ratschlag seines
FDP-Kollegen Gino Leonhard zur Kenntnis genommen,
wonach Innenminister Caffier zunächst „auf leisen Sohlen“
Material für ein NPD-Verbotsverfahren sammeln soll.
„Wie lange
soll der Innenminister denn noch Material gegen die
verfassungsfeindliche und Demokratie gefährdende NPD
zusammentragen?“ sagte Ritter am Montag. Die von Gino
Leonard geforderten „leisen Sohlen“ seien längst ausgelatschte
Schuhe. „Wer mit offenen Augen und Ohren durch die Welt
geht, der muss zu der Erkenntnis kommen, dass die Zeit für
ein NPD-Verbot reif ist“, betonte Ritter. Anstatt solche
Ratschläge an den Innenminister zu erteilen, sollte sich die hiesige
FDP bei der im Bund mit regierenden FDP
stark machen, sich für einen erneuten, gerichtsfesten
Verbotsantrag einzusetzen.
Ritter teilt auch die
Auffassung von Caffier, dass die demokratischen Parteien
stärker in Konkurrenz zu den Angeboten der NPD treten
müssen. „Diesen Appell sollte der CDU-Landesvorsitzende
aber vor allem an seine eigenen Reihen richten, denn gerade in
Regionen, wo die NPD stark vertreten ist, spürt man von
Alternativen der CDU wenig“, so Ritter. Hartz-IV-Sprechstunden
gehörten zum Beispiel in Ostvorpommern oder Uecker-Randow
schon lange zum Angebot der Partei DIE LINKE und ihrer
Landtagsabgeordneten. „Wenn auch CDU-Abgeordnete diese anböten,
wäre das zu begrüßen“, so Ritter.
11.01.2010
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