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Gesetzgeber muss über künftige
Kreissitze und Kreisnamen entscheiden
Nach Informationen des innenpolitischen
Sprechers der Linksfraktion, Peter Ritter, haben die Pläne
der Koalition, über die künftigen Kreissitze und
Kreisnamen einen Bürgerentscheid durchzuführen, in
der heutigen öffentlichen Anhörung zur Verwaltungs- und
Kreisgebietsreform zu Recht eine deutliche Abfuhr
erhalten.
„Fast alle Anzuhörenden haben
sich dafür ausgesprochen, dass der Gesetzgeber des
Landes diese Entscheidungen treffen muss“, sagte
Ritter am Montag. Dazu sei es allerdings erforderlich,
Kriterien festzulegen, die die neuen Verwaltungssitze erfüllen
müssten. „Meine Fraktion unterstützt die Forderung des
Städte- und Gemeindetages, dazu eine weitere Anhörung
im Innenausschuss durchzuführen, um diese Kriterien sach-
und fachgerecht zu ermitteln“, so Ritter.
In der Anhörung wurde darüber hinaus
erneut die äußerst mangelhafte Funktionalreform
kritisiert. „Eine bloße Landkreisneuordnung führt nicht
zu der von der Landesregierung dargestellten Modernisierung
des Landes“, betonte Ritter. Auch die Forderung seiner
Fraktion nach einer Verschiebung der Umsetzung der
Reform auf das 2014, den Zeitpunkt der Kommunalwahlen,
habe weitgehende Unterstützung gefunden. „Auch vor dem
Hintergrund der Einführung der Doppik und der unklaren
Situation bei der Neustrukturierung der Argen stehen die Landkreise
vor riesengroßen Herausforderungen, die eine zeitliche Verschiebung
erforderlich machen“, so Ritter.
10.05.2010
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