Zu Beginn ihrer Sitzung besuchte
die Fraktion DIE LINKE/Bündnis 90 Die Grünen im
Demminer Kreistag am Montag das Fritz-Reuter-
Literaturmuseum in Stavenhagen. Während der Führung
durch das Haus verdeutlichte die Leiterin des Museums,
Frau Cornelia Nenz, die überregionale Bedeutung des
Museums als Forschungs- und Bildungsstätte. "Die
bislang durch den Kreis gewährte Förderung ist
mehrfach gut angelegtes Geld. Im Zuge der
bevorstehenden Kreisgebietsreform ist deshalb darauf
zu achten, dass das Reutermuseum auch durch den neuen
Kreistag die notwendige Beachtung und Unterstützung
erfährt und so auch zu einem Aushängeschild des
neuen Landkreises wird.", so der
Fraktionsvorsitzende Peter Ritter. Im weiteren Verlauf
der Fraktionssitzung befasste stand die Vorbereitung
des Kreistages. Die Fraktion verständigte sich
darauf, der vorliegenden Satzung über die Schülerbeförderung
zuzustimmen. Der Vorsitzende des Bildungsausschusses
Klaus Salewski informierte über die vom Landrat
vorgenommene Fortschreibung des
Schulentwicklungsplanes. Dieser ist bis zum Schuljahr
2011/2012 gültig. Eine weitere Fortschreibung wäre
dann im Frühjahr 2012 fällig. "Dieser Zeitpunkt
erscheint uns vor der Kulisse der Kreisgebietsreform
nicht haltbar, die Geltungsdauer dieses
Schulentwicklungsplanes sollte daher verlängert
werden. Denn weder der neue Kreistag noch die neue
Kreisverwaltung haben nach Bildung des neuen Kreises
im Herbst 2011 bis zum Frühjahr des Jahres 2012
ausreichend Zeit sich umfassend und fachgerecht über
die Schullandschaft zu informieren.", so Ritter
weiter. Die vor der Kreistagssitzung vielfach
getroffenen Entscheidungen gegen die NABU-Stiftung
hinsichtlich der Bewältigung der Folgeverpflichtungen
aus dem Naturschutzgroßprojekt "Peenetal/Peene-Haff-Moor"
nimmt die Fraktion mehrheitlich mit Bedauern zur
Kenntnis. "Mit der NABU-Stiftung wäre es möglich
nicht nur naturschutzfachlichen Sachverstand an das
Projekt zu binden, sondern es wäre möglich zusätzliche
finanzielle Mittel von außerhalb in den Kreis zu
holen. Diese Chance sollte nicht verbaut
werden.", so Ritter. Die Fraktion bringt zur
Kreistagssitzung zwei eigene Anträge ein. Zum einem
geht es um die Unterstützung der Klage gegen die
FAG-Regelungen, wonach künftig Gemeinden mit unter
500 Einwohnerinnen und Einwohnern weniger Zuweisungen
erhalten sollen. Zu anderen beantragt die Fraktion die
Erarbeitung eines Erfahrungsberichtes durch die
Gleichstellungsbeauftragte des Kreises zum "Girls`Day".
Die Auslastung der im Kreis angebotenen Plätze lag
bei nur 56 %, nicht allen Schulen im Kreis beteiligten
sich an der Aktion in diesem Jahr. Der Kreis befindet
sich damit im Landesvergleich im unteren Drittel
wieder. "Gerade angesichts der permanenten
Abwanderung vor allem von Mädchen und jungen Frauen
aus dem Kreis Demmin sind alle Möglichkeiten zu
nutzen, um die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten
und Zukunftsperspektiven im Kreis aufzuzeigen. Dies
ist auch im Interesse der im Kreis ansässigen Firmen.
Der Bericht soll daher auch Lösungsmöglichkeiten
aufzeigen, wie der "Girls` Day" künftig
weiter ausgestaltet werden kann.", so Ritter
abschließend.