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Linke Kreistagsfraktionsvorsitzende
kritisieren Verwaltungsreform scharf
"Eine Verwaltungsreform im Dialog
hat es entgegen den vollmundigen Ankündigungen des
CDU-Innenministers Caffier nie gegeben. Die Vorschläge der
Kommunen wurden von Anfang an ignoriert, wirkliche Aufgabenübertragungen
auf die Kommunen waren von SPD und CDU nicht gewollt und die künftigen
Kreisgrenzen standen bereits fest", so die einhellige
Auffassung der Teilnehmer des Treffens der
Kreistagsfraktionsvorsitzenden der LINKEN am Sonnabend in Güstrow.
"Leider hält die Ignoranz der
Koalitionäre auch nach den öffentlichen Anhörungen der
Gesetzentwürfe im Landtag an. Sowohl das Kreisstrukturgesetz
als auch das Aufgabenzuordnungsgesetz wurden überwiegend
scharf kritisiert. Verstöße gegen das vom Landtag
beschlossene Leitbild würden zur Regel, das
Aufgabenzuordnungsgesetz sei vollkommen unzureichend. Die
notwendige Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung findet
nicht statt. Beide Gesetze belegen zudem, dass SPD und CDU
meilenweit von einer wirklichen Funktionalreform entfernt
sind. Mit einem solchen Reförmchen kann keine Gebietsreform
begründet werden.", so Peter Ritter, Vorsitzender der
Fraktion DIE LINKE/Bündnis 90 DIE Grünen im Kreistag Demmin.
Trotz der massiven Kritik an der
Verwaltungsreform äußerten die Teilnehmer ihre Erwartung an
den Landtag, entschiedene Änderungen an den Gesetzentwürfen
vorzunehmen und das Schlimmste zu verhindern. Dazu gehöre zum
einen die Verlagerung von mehr Landesaufgaben auf die
Kommunen, genügend Vorschläge lägen hierzu seit langem auf
den Tisch, die jetzt von der Koalition vorgesehenen 201
Stellen sind der Rede nicht wert. Erst wenn es eine wirkliche
Funktionalreform gäbe, würde eine Gebietsreform Sinn machen.
"Wir werden im Landtag entsprechende Vorschläge machen.
Wenn weitere sinnvolle Aufgabenübertragungen von SPD und CDU
jedoch abgelehnt werden, ist die erforderliche Reform erneut
gescheitert. Dann aber nicht aufgrund eines Urteils, sondern
aufgrund der Reformunwilligkeit von SPD und CDU.", so
Ritter, zugleich auch innenpolitischer Sprecher der
Landtagsfraktion, abschließend.
Güstrow, 06.03.2010
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