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Programme für Demokratie und Toleranz brauchen Kontinuität
Der
innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter,
warnt vor Uneinigkeit in der Bewertung der Landesprogramme
für Demokratie und Toleranz. „Die Programme brauchen
Kontinuität, Uneinigkeit in der Einschätzung der
Kürzungspläne der Bundesregierung in der SPD-CDU-Koalition
sind schädlich“, erklärte Ritter am Freitag.
„Niemand
wird ernsthaft bestreiten, dass sich das 2006 wesentlich von
der damaligen PDS-Fraktion initiierte und vom Landtag
beschlossene Landesprogramm ‚Demokratie und Toleranz
stärken’ bewährt hat“, sagte Ritter. Unstrittig sei
auch, dass ein solches Programm ohne ausreichende finanzielle
Unterstützung nicht funktionieren könne. „Die
unterschiedlichen Positionen, die SPD-Sozialministerin
Schwesig und der CDU-Abgeordnete Jäger gestern öffentlich
machten, helfen nicht weiter“, so Ritter. Die Schweriner
Koalitionäre sollten vielmehr gemeinsam die positiven
Erfahrungen mit dem Programm nach Berlin tragen und für eine
nachhaltige Fortsetzung streiten. Auf Antrag der Linksfraktion
wird der Landtag über den Stand der Umsetzung des
Landesprogramms diskutieren. „Hier haben wir die
Gelegenheit, über die positiven Erfahrungen, aber auch über
mögliche Reserven zu diskutieren.“
Dringenden
Verständigungsbedarf sieht Ritter auch beim Bundesprogramm
„Jugend für Vielfalt, Demokratie und Toleranz“. „Dieses
Programm läuft zum Jahresende aus, und zehn Landkreise und
Kommunen im Land, die über dieses Programm lokale
Aktionspläne erstellt haben, wissen nicht ob und wie die
Arbeit im Jahr 2011 fortgeführt werden kann.“ Die durch den
Bund bei gleich bleibender Summe geplante Ausdehnung auf
Westdeutschland sowie Projekte gegen Linksextremismus und
Islamismus lasse nichts Gutes ahnen. „Vollends absurd wird
es, Projektträger künftig vom Verfassungsschutz
kontrollieren lassen zu wollen“, sagte Ritter. „Wer dies
fordert, hat zum Beispiel von der Arbeit der
Begleitausschüsse zur Umsetzung des Programm ‚Jugend für
Vielfalt, Demokratie und Toleranz’ keine Ahnung. Diese
ehrenamtlichen Gremien haben stets intensiv geprüft und
verantwortungsvoll entschieden und gehandelt“, betonte
Ritter, der auch Mitglied des Begleitausschusses im Landkreis
Demmin ist.
Schwerin, 05.02.2010
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