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Landesregierung trägt Mitschuld an der
Misere der Kommunen
Nach Ansicht des innenpolitischen
Sprechers der Linksfraktion, Peter Ritter, trägt die
Landesregierung Mitschuld an den drohenden Gebührensteigerungen
für kommunale öffentliche Einrichtungen. "Wenn die Bürgerinnen
und Bürger künftig etwa für den Besuch von Bibliotheken
oder Schwimmbädern tiefer in die Tasche greifen müssen,
haben dies auch SPD und CDU mit zu verantworten", erklärte
Ritter am Dienstag.
"Einerseits betreibt Schwarz-Gelb eine unverantwortliche
Steuerpolitik zu Lasten der Länder und Kommunen, andererseits
lässt auch die Große Koalition im Land die Kommunen im Regen
stehen", sagte Ritter. Denn trotz weg brechender
Einnahmen und stetig steigender Sozialausgaben seien die
Zuwendungen nach dem Finanzausgleichsgesetz massiv gekürzt
worden. "Noch nie ging es der kommunalen Familie so
schlecht wie heute. Viele Landkreise und Gemeinden können
nicht einmal ihre Pflichtaufgaben erfüllen, ohne sich weiter
zu verschulden", so Ritter. Unter den Kürzungen bei den
so genannten freiwilligen Aufgaben, dem Wegbrechen sozialer
und kultureller Leistungen hätten die Bürgerinnen und Bürger
in den Gemeinden zu leiden.
"Die Erhöhung von Gebühren oder gar die Schließung von
kommunalen
Einrichtungen sind völlig kontraproduktiv und gefährden das
gesamte soziale Leben in den Kommunen", betonte Ritter.
Seine Fraktion werde verstärkt Initiativen zur Stärkung der
Kommunen in den Landtag einbringen wird.
05.01.2010
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