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LINKE für Aussetzung der Wehrpflicht
Nach Auffassung des friedenspolitischen Sprechers des
Landesvorstandes der Partei DIE LINKE. M-V, Peter Ritter,
sollten die jetzigen Pläne zur Bundeswehrreform konsequent für
eine Aussetzung der Wehrpflicht genutzt werden. DIE LINKE unterstützt
dabei den Ministerpräsidenten des Landes in seiner Forderung,
dass die Bundeswehr keine auf Kriegseinsätze spezialisierte
Armee wird. "Wie so oft bleibt Sellering aber auf halben
Wege stehen. Wer gegen die Beteiligung der Bundeswehr am
Afghanistan-Krieg ist, kann z.B. die Frachtflüge der
Bundeswehr von Neubrandenburg-Trollenhagen nach Afghanistan
nicht kommentarlos akzeptieren. Und wer für eine
Landesverteidigungsarmee ist, muss einsehen, dass die
Wehrpflicht überlebt ist. Eine zahlenmäßig begrenzte
Freiwilligenarmee reicht nach dem Ende des Kalten Krieges zur
Landesverteidigung aus. Gleichzeitig muss über eine Verstärkung
von Freiwiligendiensten nachgedacht werden.", so Peter
Ritter. Eine Strukturreform, die die Bundeswehr für Ausländseinsätze
noch schlagkräftiger und effektiver machen soll, lehnt DIE
LINKE ab. "Ebenso fordern wir erneut zügig Klarheit über
mögliche Veränderungen in der Frage der Bundeswehrstandorte.
Sollte das Bundesverteidigungsministerium hier Standortschließungen
vorsehen, muss endlich ein Bundeskonversionsprogramm aufgelegt
werden. Auch hierfür sollte sich Sellering stark
machen.", so Ritter abschließend.
Schwerin, 04.08.2010
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