Auch wehrdienstkritische Stimmen müssen in Schulen
gehört werden
Mit dem vorläufigen Stopp der
Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der Bundeswehr,
die die Zusammenarbeit mit Jugendoffizieren an Schulen
regeln soll, bietet sich nach Angaben des
innenpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Peter
Ritter, jetzt die Gelegenheit, in der kommenden
Woche im Parlament über die Angelegenheit zu
debattieren.
„Es ist gut, dass sich die SPD
in dem Streit mit ihrem Koalitionspartner durchsetzen
konnte und Herrn Tesch gestoppt hat, weil sich u.a.
der Ministerpräsident gegen eine einseitige Werbung für
den Wehrdienst ausgesprochen hat“, erklärte Ritter
am Dienstag. Das Thema eigne sich nicht für
Schnelleschüsse, und es müsse darauf geachtet
werden, dass auch wehrdienstkritische Stimmen
in den Schulen gehört werden.
„Ich gehe davon aus, dass die
SPD-Fraktion in der kommenden Woche den Antrag meiner
Fraktion ‚Neutralität und Ausgewogenheit von
Informationsveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen
gewährleisten’ mit trägt, der genau dieses
Anliegen zum Ziel hat.“