PETER RITTER    
Auch wehrdienstkritische Stimmen müssen in Schulen gehört werden

Mit dem vorläufigen Stopp der Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der Bundeswehr, die die Zusammenarbeit mit Jugendoffizieren an Schulen regeln soll, bietet sich nach Angaben des innenpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Peter Ritter, jetzt die Gelegenheit, in der kommenden Woche im Parlament über die Angelegenheit zu debattieren.

„Es ist gut, dass sich die SPD in dem Streit mit ihrem Koalitionspartner durchsetzen konnte und Herrn Tesch gestoppt hat, weil sich u.a. der Ministerpräsident gegen eine einseitige Werbung für den Wehrdienst ausgesprochen hat“, erklärte Ritter am Dienstag. Das Thema eigne sich nicht für Schnelleschüsse, und es müsse darauf geachtet werden, dass auch wehrdienstkritische Stimmen in den Schulen gehört werden.

„Ich gehe davon aus, dass die SPD-Fraktion in der kommenden Woche den Antrag meiner Fraktion ‚Neutralität und Ausgewogenheit von Informationsveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen gewährleisten’ mit trägt, der genau dieses Anliegen zum Ziel hat.“

Schwerin, 01.06.2010

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