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Leserbrief: Zu den
Berichterstattungen über die Auseinandersetzungen in der
Partei DIE LINKE
Brie, Bartsch –
wer ist der Nächste?
Es soll eine Lösung
in dem Konflikt Lafontaine- Bartsch geben, aber keine Demütigung.
Was am 11.Januar aber in Berlin passierte war eine Demütigung
ersten Grades. Nach Andre Brie wird mit Dietmar Bartsch ein
weiterer namhafter Politiker durch Mitstreiter aus den eigenen
Reihen demontiert. Die Gründe dafür bleiben weitgehend
unklar und dass verdirbt das Klima in der Partei. Nach dem
Neuanfang der PDS nach Gera gehörte Dietmar Bartsch mit zu
denen, die der Partei ein neues Profil gaben. Ohne diesen
Prozess hätte es keine PDS gegeben mit der sich die WASG hätte
vereinigen können. Nach der Bildung der Partei DIE LINKE war
Dietmar Bartsch einer der wichtigsten Parteimanager. Keine
Vorstandssitzung, keine Beratung der Landesvorsitzenden, keine
Beratung des Bundeswahlbüros ohne Mitwirkung von Bartsch. Als
langjähriger Landesvorsitzender der Partei in
Mecklenburg-Vorpommern kann ich das sehr wohl beurteilen.
Genauso wie die Tatsache, dass andere Genossinnen und Genossen
in verantwortlichen Positionen nicht annährend so oft präsent
und aktiv waren. Was also sind die Gründe für diese öffentliche
Demontage? Wie bei Brie, der offenbar nicht ins Schema passte,
wird es wohl keine überzeugende Begründung geben können.
Wenn Bartsch jetzt hinschmeißt wäre es zu verstehen aber
nicht zu wünschen. Bleibt die Frage: Wer ist die oder der Nächste?
Peter Ritter, Schwerin
Landesvorsitzender der
PDS + DIE LINKE 2001 bis 2009
12.01.2010
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