PETER RITTER    

NATO-Luftwaffe übt über Neubrandenburg - NATO-Luftwaffe bombt in Afghanistan

 

Wenn ab Montag von Neubrandenburg-Trollenhagen aus NATO-Luftwaffenverbände eine groß angelegte Übung starten, ist nicht auszuschließen, dass dabei auch solche Manöver geübt werden, wie in der Nacht zum Freitag in der afghanischen Provinz Kundus praktisch angewendet wurden. Bei dem Angriff sind auch zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen. Das ganze Ausmaß der Militäraktion ist noch immer unklar. Vor diesem Hintergrund kritisiert die Partei DIE LINKE in Mecklenburg-Vorpommern  erneut die am Montag in Neubrandenburg beginnende NATO-Luftwaffenübung auf das schärfste.

"Wir bleiben dabei: Wir wollen keinen Krieg und keine Plätze wo man Krieg übt!", so der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. M-V, Peter Ritter.  

Für DIE LINKE ist es unerlässlich, dass nach dem Aus für das "Bombodrom" auch alle anderen Nutzungskonzepte für Truppenübungsplätze und militärisch genutzte Flugplätze in Mecklenburg-Vorpommern auf den Prüfstand gehören. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung, so jüngste Umfrage erneut, sind gegen ein dauerhaftes Engagement der Bundeswehr in Afghanistan. Dieser Wille muss sich auch im Handeln der politisch Verantwortlichen wiederspiegeln.

"Die in dieser Wahlperiode vom Landtag ergänzte Landesverfassung spricht sich für das friedliche Zusammenleben der Völker aus. Luftwaffenübungen im Land, die zu praktischen Militäreinsätzen im Ausland werden können, passen nicht zu dieser Verfassungslage und müssen daher der Vergangenheit angehören.", so Peter Ritter abschließend.

Schwerin, 08.09.2009

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