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Die Fraktion DIE LINKE im Landtag
Mecklenburg-Vorpommern hat ihre Sommerklausur vom 2. bis 4.
September in Greifswald durchgeführt.
„Traditionsgemäß nutzten die
Mitglieder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraktion die
Gelegenheit, um mit Initiativen, Vereinen und Unternehmen in
Greifswald und Ostvorpommern zusammenzukommen. Es waren
vierzehn verschiedene Gesprächsrunden, die ein breites
Spektrum bürgerschaftlichen und kommunalpolitischen
Engagements abbildeten.“, sagte Peter Ritter.
In den Gesprächen mit der linken
Fraktion im Kreistag Ostvorpommern, aber auch mit Bürgermeistern
des Amtes Landhagen waren naturgemäß die Kreisgebietsreform,
inklusive des von Greifswald vorgeschlagenen Stadtkreismodells
und die vorgesehene Kürzung der finanziellen Zuweisungen des
Landes an die Kommunen die wichtigsten Themen. Die Ablehnung
der Pläne der Landesregierung war einhellig.
Um Geld ging es auch in fast allen
anderen Gesprächen ( z.B. Labyrinth, Sportbund, Frauenhaus).
Durchgedrungen war bereits, dass die Greifswalder Verwaltung
zur Haushaltskonsolidierung eine umfangreiche Kürzungsliste
unterbreitet hat. Alle Akteure im sozialen, kulturellen,
sportlichen- und Jugendbereich müssen mit dramatischen
Mittelkürzungen rechnen. Dramatisch deshalb, weil bereits
jetzt viele Träger an der Grenze des Machbaren angekommen
sind.
Peter Ritter, Wahlkreiskandidat für den
Bundestag, sagte dazu: „Da können Frau Merkel, Herr
Steinmeier, Wirtschaftsvertreter noch so oft betonen, wir hätten
die Talsohle der Krise erreicht und nun wird alles wieder gut.
Die Kommunen sind finanziell, am Ende. Die Steuereinnahmen
sinken, die Sozialausgaben steigen ins Unermessliche, wie z.B.
die Kosten der Unterkunft, allein in Greifswald um 912.00
Euro.“
Als einziger Ausweg fällt Verwaltungen
die Kürzung bei Vereinen und Verbänden, kulturellen
Angeboten ein. Peter Ritter fragt: „Was wird aus dem Leben
in Greifswald und anderswo, wenn Vereinssport nicht mehr
betrieben werden kann, weil die Hallengebühren unbezahlbar
sind, wenn Kulturvereine wie das Kultur und Initiativenhaus
oder St. Spiritus das Kulturangebot der Stadt nicht mehr
bereichern können; wenn Suchtprävention zusammengestrichen
wird, die freien Träger der Jugendarbeit jährlich 110.000
Euro weniger erhalten?“ „Wir haben nicht nur eine Finanz-
und Wirtschaftskrise, wir haben eine Gesellschaftskrise. Wo
der Mammon regiert, stirbt das soziokulturelle Leben!
Konjunkturprogramme von Bund und Land müssen sowohl die
Wirtschaft als auch den sozialen Zusammenhalt stärken.
Ansonsten helfen sie keinen Schritt weiter.“, so Ritter.
Greifswald,
04.09.2009
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