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Beitrag für den Sonntags-Blitz vom
11.10.2009:
Sozial, auch nach der Wahl
Sozial, auch nach der Wahl – unter
diesem Motto wird DIE LINKE im Bundestag agieren. Ich bin
stolz auf unseren Wahlerfolg und darauf, dass wir mit Steffen
Bockhahn das erste Direktmandat geholt haben. 29% der Wähler
haben gesagt: Die LINKE muss in den Bundestag!
Gründe
dafür gibt es sicher viele. Aber klar ist: Wir sind für
Steuergerechtigkeit, für gleiche Bildungschancen für alle, für
einen gesetzlichen Mindestlohn, dafür, dass der Einsatz der
Bundeswehr in Afghanistan beendet wird - wir sind gegen Hartz
IV und gegen die Rente ab 67. Wer das alles auch will, der hat
seine Stimme zu Recht der LINKEN gegeben.
Auch wenn es noch keinen
Koalitionsvertrag gibt, sind die Zeichen deutlich: Lockerung
des Kündigungsschutzes, kein flächendeckender Mindestlohn,
deutsche Soldaten bleiben auf lange Sicht in Afghanistan und
Hartz IV bleibt, was es ist: Armut per Gesetz!
Nun, Sie könnten entgegnen: Die Mehrheit
hat es so gewollt. Damit will ich mich aber nicht zufrieden
geben. Ich werbe für ein sozialeres Land und bin überzeugt:
Das geht nur, wenn es eine starke LINKE gibt, im Bund, im
Land, in den Kommunen und in der außerparlamentarischen
Bewegung.
Ein Wort zur SPD: Sie muss sich
entscheiden, ob sie weiter an die CDU bis zur Unkenntlichkeit
gekettet bleiben will oder sich auf neue strategische
Mehrheiten, mit denen man wirklich eine sozialere Politik
machen kann, besinnt. Ein bisschen so und ein bisschen so –
das funktioniert nicht. Das haben die Wähler am 27.09.
deutlich gemacht. Ein „Linksruck“ in der SPD, geschweige
denn Ursachenforschung für die Wahlniederlage, haben bislang
aber nicht stattgefunden. Thüringen lässt grüßen!
Was M-V angeht, so wird DIE LINKE
weiterhin eine alternative Politik machen, die aber keine
Wolkenkuckucksheim-Politik ist. Eine Politik mit vernünftigen
Vorschlägen, wie z.B. zur Verbesserung der Finanzlage der
Kommunen, für ein zukunftsfähiges Theaterkonzept, eine
Arbeitsmarktpolitik, die diesen Namen auch verdient.
Schwarz/Gelb im Bund bedeutet Stillstand
bei Rot/Schwarz in M-V. Stillstand aber kann das Land nicht
gebrauchen.
Mit unserem Programm „MV 2020+“
werden wir im Jahr 2010 unsere Alternativen zur Diskussion
stellen. Zu dieser Debatte möchte ich Sie schon heute
einladen.
Wir werden eine Partei bleiben, die fest
in den Kommunen verankert bleibt. Eine Partei, die zuhört,
Ideen hat, hilft. Eine Partei, für die gilt: Sozial, auch
nach der Wahl.
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