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Rede auf dem Kreisparteitag des Kreisverbandes
Peene-Uecker-Ryck, 13.12.2008
Liebe
Genossinnen und Genossen,
herzlichen
Dank für die Einladung zu eurem Kreisparteitag.
Ich bin gern
gekommen. Denn ein Teil eures Kreisverbandes ist Teil meines
Landtagswahlkreises.
Und ein Teil
eures Kreisverbandes ist Teil des Bundestagswahlkreises um
dessen Direktmandat ich mich bewerbe.
Um es vorweg
zu sagen: Ich will diesen Wahlkreis gewinnen!
19 Jahre
Adam-Schelsky-Clan sind genug!
Diese Region
hat etwas besseres verdient! Nämlich mich!
Gewinnen war
für uns das Wort des Jahres.
Wir haben als
DIE LINKE drei Landratswahlen gewonnen. Von vier Landräten mit
dem Mandat der LINKEN bundesweit stellen wir als Landesverband
allein drei. Darauf können wir stolz sein.
Wir haben
unsere Bürgermeisterposten in Sassnitz und Plau am See
verteidigt und mit Stefan Weigler in Wolgast einen weiteren
Bürgermeister hinzugewonnen.
Schließlich
stellen wir mit Angelika Gramkow die erste Oberbürgermeisterin
in einer Landeshauptstadt.
Gewinnen muss
auch das Wort des Jahres 2009 werden.
1. Wollen wir
die Wahlen gewinnen.
2. Müssen wir
Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahlen gewinnen.
Bei den letzten Kommunalwahlen sind wir mit 750 Kandidatinnen
und Kandidaten angetreten. Diese Zahl gilt es wieder zu
erreichen, besser zu überbieten. Ihr habt über 100 Mandate zu
verteidigen. Mit eurem kommunalpolitischen Tag vor wenigen
Wochen in Greifswald habt ihr einen guten Startpunkt gelegt
aber auch Reserven deutlich gemacht.
3. Müssen wir
neue Mitglieder gewinnen. Das ist für die politische
Wirkfähigkeit und finanzielle Situation unseres
Landesverbandes unabdingbar. Die Strahlkraft unserer
Basisorganisationen ist offenbar noch nicht ausreichend, um
Menschen aus unserer Umgebung zu ermuntern, bei uns mit zu
arbeiten.
4. Müssen wir
Vertrauen gewinnen. Vertrauen in neue Strukturen, wie eurem
neuen Kreisverband. Und Vertrauen in einen neuen
Landesvorstand und einen neuen Landesvorsitzenden oder eine
neue Landesvorsitzende. Ich habe den Vorschlag unterbreitet,
Steffen Bockhahn in einem Jahr zu unserem neuen
Landesvorsitzenden zu wählen.
Im
"Nordkurier" war letzte Woche dazu die Überschrift zu lesen:
"LINKE hat Kandidaten noch nicht lieb".
Nun, in
unserer Partei muss niemand jemanden lieben. Aber kennen
lernen schon.
Ich rufe euch
daher auf: ladet Steffen ein, redet mit ihm, lernt ihn kennen
und urteilt dann über ihn. Das gilt im übrigen auch für jede
und jeden anderen, die oder der sich das verantwortungsvolle
Amt zutraut.
Ein normaler
Prozess.
Was aber
überhaupt nicht normal ist, wenn im gleichen Artikel im
"Nordkurier" von einer schwierigen Situation gesprochen wird,
in der sich der Landesverband angeblich befinden soll.
Liebe
Genossinnen und Genossen: Wir können natürlich uns, unsere
Arbeit und unsere Erfolge via Medien schlecht reden. Mit
verantwortungsvoller Parteiarbeit hat das aber nichts zu tun.
Auch auf der
Klausur des Landesvorstandes am vergangenen Sonnabend gab es
für derartiges agieren keinerlei Verständnis.
Liebe
Genossinnen und Genossen!
Seit gestern
kennen wir das offizielle "Wort des Jahres".
Es heißt:
Finanzkrise.
Früher nannte
man das Misswirtschaft.
Der
finanzmarktdominierte Kapitalismus ist an seine Grenzen
gestoßen.
Die Regierung
beeilt sich "Rettungsschirme" aufzuspannen.
Rettungsschirme vor allem für unfähige Banker und Banken.
Und dann
weigern sich diese Banken zum Beispiel, den Werften in unserem
Land die zur Weiterarbeit notwendigen Kredite zu geben.
So muss das
Land mit einer 60-Mio-Euro-Bürgschaft einspringen.
Rettungsschirme für die Landwirtschaft, für die Bildung oder
für das Gesundheitswesen gibt es nicht.
Hier ist DIE
LINKE gefragt.
Mit unseren
Alternativen müssen wir bei den Kommunal-, Europa und
Bundestagswahlen 2009 Angebote für eine bessere, sozial
gerechtere Politik unterbreiten.
Die
Wahlvorbereitung läuft. Erste inhaltliche und organisatorische
Vorbereitungen sind getroffen.
Ich zähle auf
euer aktives Mittun.
Dann werden
wir die Wahlen 2009 gewinnen! |