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Der Landesvorsitzende der Partei DIE
LINKE. Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter, erklärt:
Merkwürdiges beim Weissen Ring – Landrätin als Schirmherrin
ausgeladen
Am 15.05.2008 soll in Anklam die Ausstellung
"Opfer" eröffnet werden, eine Ausstellung der Organisation "Weisser
Ring". Die ehrenamtlichen Mitstreiter des "Weissen Ring" in
der Region baten Landrätin Dr. Barbara Syrbe die
Schirmherrschaft zu übernehmen und ein Grußwort zur
Ausstellungseröffnung zu halten. Die Landrätin sagte zu, denn
die Unterstützung für den "Weissen Ring" und die Opfer von
Kriminalität und Gewalt ist ihr wichtig. Veranstalter und
Landrätin können ihre Pläne aber so nicht umsetzen. Der
Landesvorsitzende des "Weissen Ring", Thomas Lenz (CDU) - im
Hauptberuf Staatssekretär im Innenministerium - sagte Syrbe
ab. Begründung: Am 18.Mai ist Landratswahl. Würde Frau Dr.
Syrbe - eingeladen als amtierende Landrätin und nicht als
Landratskandidatin - die Ausstellung eröffnen, wäre die
Überparteilichkeit des Vereins verletzt. Als Hauptrednerin
konnte Lenz dafür seine Parteifreundin und Justizministerin
Frau Kuder gewinnen.
"Die Entscheidung und Begründung des
Landesvorsitzenden des ´Weissen Ring´ sind sehr merkwürdig und
obwohl mit Überparteilichkeit begründet, jedoch deutlich
parteilich motiviert. Interessant ist auch die Frage, wie Herr
Lenz entschieden hätte, wenn statt Frau Dr. Syrbe ihr Erster
Beigeordneter und CDU-Landratskandidat als Festredner
eingeladen worden wäre. Herr Lenz wird sicher behaupten, dass
er auch ihn ausgeladen hätte. Nur glauben würde ich ihm das
nicht", so der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE.
Mecklenburg-Vorpommern und innenpolitische Sprecher der
Landtagsfraktion, Peter Ritter.
Selbstverständlich freut sich Herr Lenz,
Frau Dr. Syrbe zur Ausstellungseröffnung persönlich willkommen
zu heißen. "Nur wie will er sie überparteilich begrüßen? Als
Landrätin - so kurz vor der Wahl - geht das überhaupt?", so
Peter Ritter abschließend.
Schwerin, 03.04.2008 |
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