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Über
möglichen Missbrauch von Datenerfassung und -kontrolle
aufklären
Nach Ansicht des
innenpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Peter
Ritter, macht der heute vom
Datenschutzbeauftragten
Karsten Neumann
vorgestellte Tätigkeitsbericht erneut deutlich,
wie wichtig es ist, die Öffentlichkeit für
Belange des Datenschutzes zu sensibilisieren und
vor allem Eingriffe in datenschutzrechtliche Grundsätze zu
verhindern.
„Die Bürgerinnen
und Bürger, die oft glauben, ein Zugriff auf ihre persönlichen
Daten sei doch nicht so schlimm, müssen aufgeklärt werden über
mögliche Konsequenzen, aber auch einen möglichen
Missbrauch von zunehmender Datenerfassung und -kontrolle“,
erklärte Ritter am Dienstag. Die Praxis zeige, dass der Staat
unter dem Deckmantel „Kampf gegen den
internationalen Terrorismus und organisierte Kriminalität“
zunehmend versuche, in die Freiheitsrechte
einzugreifen. Als Beispiele nannte Ritter die
Gesetzentwürfe über die automatisierte Kennzeichenerfassung,
Online-Durchsuchungen, Rasterfahndungen oder
Videoüberwachungen im öffentlichen Raum. „Insbesondere das
jüngste BKA-Gesetz ist aufs Schärfste
abzulehnen, weil damit die Trennung zwischen polizeilichen
und geheimdienstlichen Befugnissen aufgehoben werden soll“, so
Ritter.
Ritter kündigte
einen Antrag zum Telekom-Abhörskandal auf der
kommenden Landtagssitzung an. „Der Landtag sollte die bekannt
gewordenen unzulässigen Überwachungen aufs
Schärfste verurteilen“, sagte er. „Darüber hinaus
sollte er sich klar dafür aussprechen, dass daraus
schnellstmöglich Konsequenzen gezogen werden“, so Ritter. Es
habe sich herausgestellt, dass die
Selbstverpflichtung der Wirtschaft zur Einhaltung des
Datenschutzes völlig unzureichend ist. „Die
Vorschläge des Landesdatenschutzbeauftragten zu einem
Datenschutz-Audit in Mecklenburg-Vorpommern sollten
deshalb endlich umgesetzt werden“, betonte Ritter.
Schwerin, 24.06.2008
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