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Bürgerschaftliches Engagement unterstützen – Ehrenamt stärken
Nach
Informationen des innenpolitischen Sprechers der
Linksfraktion, Peter Ritter, hat die heutige
Anhörung zum Thema „Ehrenamtliches
Engagement – wo drückt der Schuh?“ gezeigt, dass
bürgerschaftliches Engagement auch von der Politik
stärker unterstützt werden muss. In der Anhörung kamen u.a.
Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen
Spitzenverbände, des Arbeitslosenverbandes, der LAG
Selbsthilfe, des Landesseniorenbeirates, des
Landesfrauenrates, des Landessportbundes, des DGB, der LAG
Senioren und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zu Wort.
„Die große Anzahl der Teilnehmer macht bereits die
breite Palette gesellschaftlichen Engagements im sozialen,
politischen, sportlichen oder kulturellen Bereich deutlich.“
„Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt sind
unverzichtbar für ein funktionierendes
solidarisches Gemeinwesen“, erklärte Ritter. Diese
gesellschaftspolitische Bedeutung werde von allen
Seiten anerkannt, dennoch würden nach wie vor zu
große Hürden beim Zugang zum Ehrenamt und dessen
Ausübung errichtet. „Angesichts der zunehmenden Bedeutung
in allen gesellschaftlichen Bereichen müssen alle daran
interessiert sein, die Bedingungen für das Ehrenamt
zu verbessern“, so Ritter. Dies gelte für die
kommunale, die Landes- und die
Bundesebene gleichermaßen. So wurde etwa
angemahnt, die Zuwendungspraxis zu
modernisieren und ehrenamtliche Arbeit als Eigenanteil
anzuerkennen; im Steuerrecht des Bundes müssen
alle Ehrenamtliche gleich behandelt werden; notwendige
Weiterbildung und Qualifizierung müssen besser unterstützt
werden. „Nicht zuletzt muss die Öffentlichkeitsarbeit
effektiver werden, denn was nützt etwa die Möglichkeit der
Unfall- und Haftpflichtversicherung für Ehrenamtliche, wenn
sie in den Vereinen und Verbänden kaum bekannt ist“, sagte
Ritter.
Damit
die Kommunen die ehrenamtlich Tätigen
unterstützen können, sei eine ausreichende materielle
und personelle Ausstattung durch das Land erforderlich.
„Dies gilt gerade auch für das zivilgesellschaftliche
Engagement im Kampf gegen Rechtsextremismus,
das von der Landespolitik stets eingefordert wird“, betonte
Ritter. In Auswertung der Anhörung werde die Linksfraktion
auch künftig parlamentarische Initiativen ergreifen, um das
Ehrenamt zu stärken.
Schwerin, 15.07.2008
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