|
LINKE kritisiert Reformansatz der Landesregierung
Der Landesvorstand der Partei DIE LINKE.
Mecklenburg-Vorpommern befasste sich auf seiner Sitzung am
09.02.2008 in Rostock mit dem aktuellen Stand der
Verwaltungsmodernisierung in Mecklenburg-Vorpommern.
Gast der Beratung war der Abteilungsleiter für
Kommunalangelegenheiten im Innenministerium, Hans-Heinrich
Lappat.
Im Ergebnis der Beratung bekräftigt DIE LINKE ihre kritische
Haltung zum aktuellen Stand der Verwaltungsmodernisierung und
zur Herangehensweise der Rot/Schwarzen Koalition.
"Mit den von der Regierung vorgelegten Leitlinien für eine
Kreisgebietsreform hat die Koalition offensichtlich die
falschen Schlussfolgerungen gezogen. Die Leitlinien zielen im
Kern auf eine isolierte Kreisgebietsreform. Das lehnt DIE
LINKE ab.", so der Landesvorsitzende Peter Ritter.
DIE LINKE befürwortet einen umfassenden Ansatz einer
Verwaltungsmodernisierung. Dazu gehört die sinnvolle
Verknüpfung von Funktional- und Strukturreform, eine
umfassende Kommunalisierung bisher vom Land wahrgenommener
Aufgaben, Erhöhung von Bürgernähe der Verwaltung und Stärkung
des kommunalen Ehrenamtes. All das bleiben die Leitlinien der
Landesregierung für eine Kreisgebietsreform schuldig.
Interessant am gegenwärtigen Prozess ist vor allem die
180-Grad-Wende der CDU.
"Es ist noch nicht lange her, da schallte es aus der CDU:
'Gebt die Landesaufgaben auf die kommunale Ebene - dazu
braucht es keine Kreisgebietsreform!' Jetzt soll es nur noch
eine Kreisgebietsreform geben, von Aufgabenverlagerung ist
keine Rede mehr. So kann man die Probleme des Landes nicht
lösen.", so Ritter weiter.
DIE LINKE hat großes Interesse an einer konstruktiven
Reformdiskussion. "Die gegenwärtige Herangehensweise von
Rot/Schwarz und ihre kontraproduktiven Debatten in der
Enquetekommission des Landtages werden dieser Herausforderung
jedoch nicht gerecht.", so Peter Ritter abschließend.
Rostock, 09.02.2008
|
|