Zu angeblichen Drohungen der CDU,
die Schweriner Koalition platzen zu lassen, erklärt der
Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE.
Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter:
Rechtsstaatlichkeit a la CDU
In dem Streit um das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin
war es bislang immer die CDU, die Gegnern des Kraftwerkes
vorwarf, das rechtsstaatliche Genehmigungsverfahren politisch
unterlaufen zu wollen. Nun, da im Anhörungsverfahren mehr und
mehr fachlich fundierte Bedenken laut wurden, droht die CDU
mit dem Ende der Koalition.
"In einem rechtsstaatlichen
Verfahren, deren Ergebnisse nicht den eigenen Vorstellungen
entsprechen, winkt die CDU mit dem schärfsten politischen
Argument - dem Koalitionsbruch! Wie glaubwürdig ist diese CDU
eigentlich noch?"
Doch nicht nur in dieser Frage
wird deutlich, dass Seidel und Caffier den "Laden CDU" nicht
im Griff haben. Kaum legt der CDU-Bildungsminister den
Schulgesetzentwurf vor, tönt es aus den eigenen Reihen: So
geht es aber nicht!
Kaum einigt sich der
Koalitionsausschuss auf ein 6+2-Modell zur Kreisgebietsreform,
melden sich mehrere CDU-Landtagsabgeordnete und fordern die
Kreisfreiheit von Neubrandenburg.
Die CDU blockiert sich selbst und
hemmt damit die Entwicklung des Landes.
"`We can more`- tönte
CDU-Landeschef Seidel noch auf dem jüngsten Parteitag. Nur zu
spüren ist davon nichts!"
Schwerin, 08.12.2008