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Schamlose
Ausgrenzung Arbeitsloser vom gesellschaftlichen Leben
Nach Ansicht des
innenpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Peter Ritter,
ist das Agieren der Arbeitsagentur gegenüber dem
ehrenamtlichen Bürgermeister von Warin ein Skandal
erster Güte. Mit der Begründung, der Bürgermeister nehme
eine Verwaltungstätigkeit wahr, werden ihm die Zahlung von
Arbeitslosengeld I und Krankenversicherung verwehrt.
„Die
Arbeitsagentur soll Geld sparen – auf Teufel komm raus“,
kritisierte Ritter am Donnerstag. Deshalb sei es nicht
verwunderlich, dass die Entscheidung eines Gerichts so
interpretiert wird, dass ein ehrenamtlicher Bürgermeister über
ein Einkommen verfügt und deshalb keinen Anspruch auf
Arbeitslosengeld hat. „Von den vielen Sonntagsreden über die
Notwendigkeit ehrenamtlichen Engagements bleibt nichts übrig“,
so Ritter. Der Wariner Bürgermeister erhalte eine
Aufwandsentschädigung, und Aufwand erfordert eine solche
Funktion wahrlich genug. „Die Bundesagentur für Arbeit und die
Bundesregierung, die solches Vorgehen anweist, sagen damit:
Ehrenamtliches Engagement Arbeitsloser ist nicht
gewollt“, sagte Ritter.
Das Beispiel
verdeutliche einmal mehr, dass dringender
Handlungsbedarf besteht, das Ehrenamt zu stärken.
„Offenbar ist dies aber von der rot-schwarzen Koalition nicht
gewollt, denn sie hat bislang jeden Vorschlag zur Stärkung des
Ehrenamts abgelehnt“, sagte Ritter.
Schwerin, 07.02.2008
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