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Kommunales
Begrüßungsgeld für Babys nicht als Einkommen werten
Im Zusammenhang mit der Praxis
von Arbeitsagenturen, das kommunale
Begrüßungsgeld für Neugeborene auf die Leistungen arbeitsloser
Eltern anzurechnen, hat sich die Stavenhagener Stadtfraktion
der Linkspartei.PDS in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela
Merkel gewandt, das Gesetz so zu ändern, um diese unsägliche
Praxis zu unterbinden.
„Die dieser Praxis zugrunde
liegende gesetzliche Vorschrift ist nur einer von zahlreichen
Kardinalfehlern, die dem insgesamt unsozialen und ungerechten
Hartz-IV-Paket anhaften“, erklärte der innenpolitische
Sprecher der Fraktion der Linkspartei.PDS im Landtag, Peter
Ritter, der in Stavenhagen wohnt. „Und wenn jetzt
CDU-Landespolitiker den moralischen Aufschrei üben, ist dies
gelinde gesagt doppelzüngig. Denn die CDU in Stavenhagen
bezeichnet das Schreiben der Linkspartei als nicht zielführend
und verweigert die Unterstützung, eine Gesetzesänderung zu
erreichen“, sagte Ritter.
„Das Fehlkonstrukt Hartz IV
ist eben nicht ein rein juristisches Problem, wie SPD und CDU
meinen, sondern ein zutiefst politisches“, betonte er.
SPD-Sozialminister Sellering müsse jetzt seinen Worten Taten
folgen lassen und sich unverzüglich für eine Gesetzesänderung
einsetzen.
Schwerin, 29.01.2007 |
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