Kfz-Besteuerung darf
soziale Ungerechtigkeiten nicht verstärken
Der innenpolitische
Sprecher der Fraktion der Linkspartei.PDS, Peter Ritter, hat
den Vorschlag des Landesverkehrsministers Otto Ebnet,
kritisiert, wonach eine Schadstoffbesteuerung der Pkw nach der
Anzahl der gefahrenen Kilometer erfolgen soll.
„Herr Ebnet erklärt
die Vorschläge des Bundesverkehrsministers Tiefensee für wenig
praktikabel und übersieht dabei völlig, dass diese
Einschätzung auch für seinen eigenen gilt“, erklärte Ritter am
Mittwoch in
Schwerin . Denn
wenn er fordert, auch die Laufleistung kleiner Fahrzeuge bei
der Steuer zu berücksichtigen, blendet er völlig aus, dass vor
allem die zahlreichen Pendlerinnen und Pendler gezwungen sind,
mit kleineren Autos täglich zur Arbeit zu fahren. Diese
Menschen würden nach der Kürzung der Pendlerpauschale erneut
abgezockt. „Das ist dies ein unsozialer Vorschlag, der so
nicht umgesetzt werden darf“, sagte Ritter.
Ritter fordert den
Verkehrsminister des Landes, besser darüber nachzudenken, wie
der Schienenpersonennahverkehr und der ÖPNV ausgebaut und
attraktiver gemacht werden können. „Die Schaffung attraktiver
Alternativen zum motorisierten Individualverkehr wäre ein
wirklicher Beitrag zum Klimaschutz.“
Schwerin, 21.02.2007