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Innenminister Caffier redet dem Überwachungsstaat das Wort
Die Forderung von
Landesinnenminister Lorenz Caffier,
Online-Durchsuchungen bei Privatpersonen zu ermöglichen,
ist nach Ansicht des innenpolitischen Sprechers der
Linksfraktion, Peter Ritter, verfassungsrechtlich
höchst bedenklich und entschieden abzulehnen.
„Unter dem
Vorwand der vorbeugenden Terrorbekämpfung redet Caffier dem
Überwachungsstaat das Wort und will Schnüffelkompetenzen für
private Computer“, kritisierte Ritter am Dienstag. Zur
Begründung werde immer wieder angeführt, dass die Gesetzeslage
im Kampf gegen den Terrorismus nicht ausreiche. „Verwunderlich
ist dabei nur, dass auch die jüngsten erfolgreichen
Festnahmen vermutlicher Attentäter auf der
Grundlage bestehender und damit ausreichender
Gesetze erfolgten“, so Ritter.
Die
bestehenden polizeilichen und strafrechtlichen
Möglichkeiten bieten aus Sicht der Linksfraktion
ausreichend Handlungsspielraum. „Weiter gehende Regelungen
wie etwa zur Rasterfahndung oder zum großen Lauschangriff
wurden in den letzten Jahren zu Recht vom Verfassungsgericht
gerügt und zurückgewiesen“, betonte Ritter. „Vorbeugen ist
besser als Heilen – aber nicht jedes Mittel heiligt den
Zweck.“
Schwerin, 11.09.2007 |
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