Zu seiner Klausurtagung trat der neu gewählte Landesvorstand
der Partei DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern heute in der
Reuterstadt Stavenhagen zusammen.
Die Mitglieder des 18-köpfigen Vorstandes berieten über die
Arbeitsschwerpunkte der nächsten zwei Jahre. "Beginnend mit
den Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen im nächsten Jahr
wollen wir unsere kommunalpolitische Kompetenz mit den Wahlen
2009 ausbauen. Mit Steigerungen auf kommunaler Ebene sowie
hohen Wahlergebnissen bei den Europa- und Bundestagswahlen
wollen wir die Grundlage für einen gestärkten Wiedereinzug in
den Landtag 2011 legen.", so der Landesvorsitzende der LINKEN,
Peter Ritter.
Die Mitglieder des Vorstandes konnten einen gelungenen Start
der Volksinitiative "Für ein kostenfreies Mittagessen an den
staatlichen Grundschulen des Landes M-V" feststellen. Die
ersten 1.000 Unterschriften sind bereits eingegangen,
zahlreiche Vereine und Verbände, wie der Arbeitslosenverband,
der Demokratische Frauenbund, die Volkssolidarität und die
AWO, haben vor Ort Unterschriftslisten in großer Anzahl in den
Geschäftsstellen der LINKEN abgeholt.
Kommunalpolitiker der LINKEN berichteten über die gegenwärtig
stattfinden Haushaltsberatungen auf kommunaler Ebene. Durch
den Rückzug des Bundes bei der Bezuschussung der Kosten für
Hartz-IV-Empfänger kommt es dabei überall zu erheblichen
Kürzungen. Im Landkreis Demmin z.B. kürzt der Bund seine
Beteiligungen an den Kosten der Unterkunft um rund 650.000
Euro, im Landkreis Güstrow um 730.000 Euro. Das geht weit an
den Realitäten vorbei. Denn die Preissteigerungen bei Heizung
und Energie schlagen voll zu Buche. Die Realitäten für die
Kreise und Kommunen: steigende Kreisumlagen, weniger Geld für
sogenannte freiwillige Leistungen. "Anstatt die Lage jeden Tag
schön zu reden, wie es die Große-Hartz-IV-Koalition in
Schwerin jeden Tag macht, sollten sich der Ministerpräsident
und sein Stellvertreter schleunigst nach Berlin begeben und
die Rücknahme der Kürzung der Bundesbezuschussung fordern. Der
soziale Friede gerät sonst mehr und mehr in Gefahr.", so Peter
Ritter abschließend.
Stavenhagen, 10.11.2007