|
Vorsicht bissig - Zahnschutz als passive Bewaffnung!
Als Unsinn, der seinesgleichen sucht, bezeichnete der
innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter, den
Vorwurf, Zahnschutz gelte als passive Bewaffnung und müsse
deshalb gerichtlich verfolgt werden. Weil ein junger Mann bei
einer Anti-G8-Demonstration einen Plastikzahnschutz mitgeführt
hatte, muss dieser sich am Freitag dafür vor Gericht
verantworten. "Offenbar leiden die Gerichte in
Mecklenburg-Vorpommern an chronischer Unterbeschäftigung,
sonst wäre für derlei Wahnwitz keine Zeit", sagte Ritter.
Die für das Sicherheitskonzept rings um den
Weltwirtschaftsgipfel Verantwortlichen sollten sich nach
Ansicht Ritters um die tatsächlichen Probleme und
Ungereimtheiten kümmern. "So werden zum Beispiel die
widersprüchlichen Beurteilungen durch Bundesverteidigungs- und
Landesinnenministerium zum Tornado-Einsatz einfach
ausgesessen", kritisierte er. Die Linksfraktion hat jetzt eine
kleine Anfrage zu Strafverfahren im Zusammenhang mit den
Protesten rings um den G8-Gipfel gestellt. Hinterfragt werden
u.a. die vorgeworfenen Straftatbestände, Anzahl der
Anklageerhebungen sowie Anzahl und Gründe für Einstellungen
von Ermittlungsverfahren.
Schwerin, 08.11.2007
|
|