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Müllers
Gespenstergeschichten im Landkreis Uecker-Randow
Als ebenso
durchsichtig wie falsch und gespenstisch bezeichnet der
innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter, die
seit Tagen anhaltende Kampagne des NPD-Landtagsabgeordneten
Tino Müller im Landkreis Uecker-Randow.
„Gemeinsam mit
seinen Unterstützern aus der rechtsextremistischen Szene
versucht Müller, das Schreckgespenst von der ‚polnischen
Überfremdung’ in Uecker-Randow zu zeichnen und Angst zu
schüren“, sagte Ritter am Mittwoch. Wie aus der Antwort der
Landesregierung auf eine entsprechende Anfrage des
NPD-Abgeordneten hervorgeht leben derzeit 708 polnische
Staatsbürger im Uecker-Randow-Kreis. 46 von ihnen gehen einer
sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, 64 erhalten
Leistungen nach dem SGB-II, 42 beziehen Wohngeld, 6 befinden
sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen.
„Es besteht aber
wenig Hoffnung, dass diese Zahlen Herrn Müller eines Besseren
belehren – von ‚Überfremdung’ kann genauso wenig die Rede sein
wie davon, dass Polen den Deutschen massiv Arbeitsplätze
streitig machten“, so Ritter. „Wer wie Müller und seine
rechtsextremistische NPD Europa ablehnt, im Deutschen das
allein Nützliche sieht und Fremdenhass als Parteiprogramm hat,
wird weiter versuchen, Gespenstergeschichten unters Volk zu
bringen“, sagte Ritter. „Ich bin jedoch überzeugt, dass die
demokratisch gesinnten Bürgerinnen und Bürger klug genug sind,
den rechtsextremen Hasspredigern nicht auf den Leim zu gehen.“
Schwerin, 05.09.2007 |
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